Jung und konservativ. Woher kommt die Lust nach Traditionen und dem Altbewährtem? Danach fragen wir in der Ab 21.

Gesellschaftliche Stabilität oder bei aktuellen Herausforderungen auf die Erfahrungen der Vergangenheit zu schauen, das sind Elemente des Konservatismus, die Jason schätzt. Er ist Anfang 20, lebt eigentlich in Berlin und studiert Medizin, gerade ist er allerdings in den USA, um seine Doktorarbeit zu schreiben.

"Konservatismus ist in seiner Natur eher skeptisch gegenüber dem Fortschritt und hält gern am Alten fest."
Jason Adelhoefer, studiert Medizin

Auch wenn Jason den Konservatismus sehr schätzt, hat er auch Kritik an der politischen Bewegung, zum Beispiel weil Konservatismus häufig starr sei und zu wenige Antworten auf aktuelle Probleme finde.

Einer politischen Partei gehört Jason nicht an, allerdings engagiert er sich in der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung für die Rechte von queeren Stipendiatinnen und Stipendiaten. Wie seine Arbeit in der Stiftung aufgenommen wird, erzählt er uns in der Ab 21.

Der politische Konservatismus hat Grenzen

Aber was bedeutet es eigentlich konkret politisch, wenn sich Leute als konservativ bezeichnen? Jens Hacke ist Politikwissenschaftler an der Uni Greifswald und sagt, dass es unterschiedliche Definitionen für politischen Konservatismus gebe.

Menschen könnten zum Beispiel liberal-konservativ oder auch demokratie-konservativ sein, allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt: "Wenn wir hören, dass AfD-Leute sagen, sie seien konservativ, wird es schwieriger."

"Wenn sich jemand von den Grundlagen der liberalen Demokratie entfernt, nicht verfassungskonform argumentiert, eine andere Republik will und sich nicht an bestimmte Regeln hält, kann man nicht mehr von Konservatismus sprechen."
Jens Hacke, Politikwissenschaftler an der Uni Greifswald

Im Politischen gebe es eine Grenze, sich als konservativ zu bezeichnen. Zum Beispiel wenn sich Parteien oder Menschen von den Grundlagen der liberalen Demokratie entfernen oder nicht verfassungskonform argumentieren würden.

Samantha ist 38 Jahre jünger als der CSU-Durchschnitt

Samantha Simbeck ist eine von den 21,3 Prozent Frauen in der CSU, dazu liegt sie mit ihren 22 Jahren auch noch 38 Jahre unter dem Altersdurchschnitt. Die Augsburgerin bezeichnet sich als politisch konservativ, auf ihren Alltag habe das allerdings wenig Einfluss.

"Ich engagiere mich in einer konservativen Partei, mit konservativen Strukturen, aber das heißt ja nicht, dass ich konservativ lebe."
Samantha Simbeck, CSU-Mitglied

Auch ihr Elternhaus habe sie nicht besonders parteipolitisch geprägt. Für Samanthas Definition von Konservatismus sei es nur wichtig, Werte und Traditionen zu wahren und trotzdem nicht in der Vergangenheit zu verharren.

Dass sie als Frau innerhalb der CSU einen schweren Stand habe, bestätigt sie nicht. In der Politik sei es immer schwer, sich durchzusetzen: "Es geht um Wettkampf."

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Warum sie ein Bild von sich und ihren zwei Freundinnen mit der Unterschrift "Drei Engel für Merz" auf Instagram gepostet hat, erzählt Samantha uns im Podcast!

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