Die US-Firma Wework vermietet Immobilien. Das nächste große Ding aus dem Silicon Valley wird mit über zehn Milliarden Dollar bewertet - und von vielen amerikanischen Medien als "The next Uber" gehandelt.

"Beautiful, shared spaces" in hippen Städten für hippe junge Mieter, die alle irgendwie "creator" sind. Klingt ja irgendwie sehr angesagt, was sich Wework ausgedacht hat. Aber Co-working an sich ist keine besonders neue Geschäftsidee. Wie schafft man es also, damit zehn Milliarden Dollar wert zu sein?

"Wework und seine co-living-Tochter We-Live mieten Immobilien in hippen Stadtvierteln, coolifizieren sie und vermieten sie dann für ein vielfaches der ortsüblichen Miete an Freiberufler, Startups und kleine Firmen weiter."
Martina Schulte, DRadio Wissen

Startups verwandeln sich, so schreibt Buzzfeed, nicht von heute auf morgen in Unicorns - so nennt man im Silicon-Valley-Jargon Firmen, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Wichtig sei eine gute Geschichte, die man den Investoren verkaufen kann.

Vom Startup zum Unicorn

Dave Pell, Investor und Medienjunkie, schreibt bei Nextdraft, Wework sei das Angebot an coole Leute, die mit der Hilfe von freigelegten Ziegelwänden, hohen Decken und Tischtennisplatten daran glauben, dass es ihr Schicksal ist, nicht nur eine kleines Zahnrad im großen Weltgetriebe zu sein, sondern, dass sie etwas ganz Großes aufziehen.

"Das Co-Working-Konzept machen Wework jetzt schon in zwölf amerikanischen und drei israelischen Großstädten sowie in Amsterdam und London."
Martina Schulte

Wework-Chef Adam Neumann ist sehr geschickt darin, Investoren Wework als Star der Teil-Ökonomie zu verkaufen: Kunden verbinden die Plattform mit Büroraum - so wie sie Uber mit Autos und Airbnb mit freien Appartments verbinden.