Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov tun sich die Deutschen schwer mit der politisch korrekten Sprache. Die meisten sind noch nie darauf hingewiesen worden, dass ihre Sprache nicht politisch korrekt ist.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat eine repräsentative Umfrage zur politisch korrekten Sprache durchgeführt. Das Ergebnis: Auf die Frage "Wurden Sie von Ihrem Umfeld schon einmal darauf hingewiesen, dass eine Aussage von Ihnen nicht politisch korrekt gewesen ist?", antworteten drei von Fünf Befragten: "Nein, noch nie".

Jeder fünfte dagegen sagte: "Ja, aber nur sehr selten". Vier Prozent gaben an: "Ja, schon öfter."

"Ich bin behindert, aber auch ein Mensch mit Behinderung. Mir macht das nichts aus, wenn Leute sagen: 'Hey, du bist behindert'. Das spielt für mich keine Rolle, weil‘s die Wahrheit ist."
Lucas, BWL-Student

YouGov machte auch auf ein paar Fettnäpfchen aufmerksam. Am schwierigsten schien die korrekte Wortwahl im Bereich "anderer kultureller Hintergrund": "Zigeuner" ist diskriminierend. Da wäre es besser "Roma" zu sagen.

Randgruppen und Minderheiten

In Bezug auf sogenannte Minderheiten und Randgruppen in Deutschland wie beispielsweise Nicht-Weiße, Lesben und Schwule, Behinderte, Muslime oder Juden sehen viele Menschen in Deutschland kein Problem in ihrer Wortwahl.

42 Prozent der befragten Erwachsenen der Aussage zu "Ich nutze stets die Wortwahl, die mir gerade in den Sinn kommt. Über eine politisch korrekte Wortwahl mache ich mir keine Gedanken".