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Billy the Kid gilt als Revolverheld und gesetzloser Mörder. Sheriff Pat Garrett setzt alles daran, ihn zur Strecke zu bringen. Eine Jagd beginnt, die bis heute unvergessen ist. Am 14. Juli 1881 endet sie mit einem Schuss aus Sheriff Garretts Pistole.

Es ist die Zeit nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs 1865, bei dem es um die Frage der Zusammengehörigkeit der US-Bundesstaaten und um die Sklaverei ging. Es ist auch die Zeit, in der weiße Siedler Nordamerika durch die sogenannte Landnahme in Beschlag nehmen. Sie verjagen die indigene Bevölkerung oder vernichten sie. Gleichzeitig bauen sie die Infrastruktur im Westen mit ersten Eisenbahnlinien und Poststationen auf.

Von Cowboys und Gesetzeshütern

Mitte des 19. Jahrhunderts lockt auch der Goldrausch in Kalifornien viele Menschen in den Westen. Immigrantinnen und Immigranten, die entlang der Ostküste nach Amerika kommen, folgen ihnen und gründen auf ihrem Weg Richtung Westen Siedlungen und betreiben auf dem großenteils freien Land Ackerbau und Viehzucht.

Für ihre Farmen brauchen sie Viehhirten und Reiter, die das Vieh treiben und bewachen: Es ist die Geburtsstunde der Cowboys. Einer von ihnen ist der junge Henry McCarty, später bekannt als Billy the Kid.

Eine Kindheit zwischen Alkohol und Pistolen

Henry McCarty hat eine schwere Kindheit, einen alkoholkranken Vater und wächst in den Saloons von Kansas auf. Bald gerät er auf die schiefe Bahn, ist in Viehdiebstähle verwickelt und begeht einige Morde.

Billy hat den Ruf eines Revolverhelden, der ins Visier der Sheriffs und Marschalls gerät, die aber kaum weniger berüchtigt sind. US-Marschall Wyatt Earp gerät zum Beispiel andauernd mit dem Gesetz in Konflikt und Sheriff "Wild Bill" Hickok ist ein Spieler, der bei seinem Tod ein Pokerblatt in der Hand hält mit zwei Assen und zwei Achten – seitdem bekannt als "Dead Man's Hand".

Der gute Sheriff

Sheriff Pat Garrett stammt aus Alabama, wächst in geregelten Verhältnissen auf, will Bisons jagen und Schweine züchten. In New Mexico arbeitet er bei einem Pferdehändler, wo er den neun Jahre jüngeren Henry McCarty kennenlernt. Sie freunden sich an, doch später trennen sich ihre Wege.

Sie begegnen sich erst wieder als Pat Garrett, der inzwischen Sheriff ist, den Auftrag bekommt, den Viehdieb und Mörder Billy the Kid zu verhaften. Damit beginnt eine Jagd quer durchs Land, die am 14. Juli 1881 mit tödlichen Schüssen endet.

Ihr hört außerdem in Eine Stunde History:

  • Western-Experte Dietmar Kuegler beschreibt die beiden Protagonisten Pat Garrett und Billy the Kid.
  • Buchautor und Country-Kenner Thomas Jeier erläutert, wie der Wilde Westen wirklich war.
  • Alexander Emmerich hat sich mit der Geschichte des amerikanischen Kontinents beschäftigt und erklärt den Mythos Western.
  • Deutschlandfunk Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld beschreibt die unruhige Situation, in der sich die USA in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts befanden.
  • Deutschlandfunk Nova-Reporterin Nadine Kreuzahler befragt Pat Garett in einer fiktiven Talk-Show über seine Suche nach Billy the Kid.