Winken als Anmache: So der Trick der männlichen Winkerkrabbe. Dafür hat sie eine extra Schere, mit der sie heftigst winken kann. Es gibt übrigens sowohl Rechts- als auch Linkswinker.

Die Winkerkrabben kommen bei Ebbe aus ihren Wohnhöhlen und schwenken ihre Winkscheren hin und her. So wollen sie die Weibchen auf sich aufmerksam machen. Für den Erfolg entscheidend sind große Scheren und kräftiges Winken. Wie heftig die Krabben winken, hängt auch davon ab, wie viele Rivalen in der Nähe sind. Je mehr Rivalen desto größer ist die Winkintensität.

Winken kostet Energie

Die männlichen Winkerkrabben versuchen hier möglichst effizient zu agieren. Denn zum einen kostet das Winken viel Energie. Und zum anderen locken sie durch ihre Balz nicht nur Weibchen an, sondern auch ihre Feinde.

Aber Winken allein reicht nicht. Für das Betören der Weibchen sind auch die Wohnhöhlen entscheidend. US-amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Weibchen im Schnitt 23 Wohnhöhlen inspizieren, bevor sie sich auf ein Krabbenmännchen einlassen.

"Ein Krabbenweibchen hatte sogar über 100 Wohnhöhlen begutachtet."
DRadio-Wissen-Biologe Mario Ludwig

Welche Behausung die Weibchen auswählen, hängt von der Größe der Höhle ab, aber vor allem von der Größe der Höhlenöffnung. Den Weibchen geht es um ihre eigene Sicherheit und die ihres Nachwuchses. Je größer der Höhlenausgang, je schneller kann man Feinden entwischen.