Was war das jetzt gerade? Bei 360° kommen wir grade noch mit, aber bei einigen anderen Figuren von Ski- und Snowboardern wird's schwieriger. Wir lassen uns die Feinheiten von Sportkommentator Jan Wiecken erklären.

Bei Skifahrern ist es einfacher zu sehen als bei Snowboardern - wenn er vorwärts anfährt, und vorwärts wieder landet, dann kann es nur ein 360° sein. Oder ein 720°. Oder ein 1080°.

Jan Wieckens Job ist es unter anderem, das ziemlich schnell zu erkennen - er ist Sportjournalist und Kommentator beim Bayerischen Rundfunk. Seine Vorbereitung war jahrelang: Ganz viel X-Games schauen, sich die Tricks merken. Außerdem hat er bei Gerd Rubenbauer gelernt, einem Urgestein der Sportmoderation.

"Was du nicht im Kopf hast, das sollst du auch nicht erzählen."
Gerd Rubenbauers Rat für angehende Kommentatoren

Hier eine kurze Übersicht zum Angeben:

  • "Mach die Brezel" - Jan Wieckers Abwandlung vom Pretzel-Style. Dabei springt ein Skifahrer aufs Rail, dreht erst in die eine Richtung - und während er noch auf dem Eisen ist, in die andere Richtung. Dabei kann man sich übrigens auch ziemlich übel hinlegen.
  • Double-Cork: Schräg-gedrehte Überkopfsprünge. Kein Salto, erklärt Jan Wiecker, aber auch kein Drehsprung in der Waagerechten, sondern eine Mischung. Beim Double-Cork ist der Kopf zweimal unten.
  • Left-540-Fakie: Ein Ski-Fahrer fährt rückwärts an, auf den Kicker, also die Sprungschanze, drauf, dreht dann links herum, macht eineinhalb Drehungen und fährt vorwärts wieder raus.

Wenn einer der Jungs und Mädels einen Trick zum ersten Mal macht, darf er ihn übrigens auch benennen. So kam auch der Yolo-Flip zustande, vom Schweizer Iouri Podladtchikov - der You-only-live-once-Flip.

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