Für manche Menschen bedeutet die Zeitumstellung: Die Nacht wird unruhig. Eine Stunde sei eigentlich kein Problem, sagt Dr. Johannes Wimmer. Ungesund sind unsere Schlafenszeiten häufig trotzdem.

In der Nacht von Samstag (29.10.) auf Sonntag (30.10.) wird um eine Stunde zurück auf Winterzeit umgestellt. Wir können also (einmalig) eine Stunde länger schlafen, morgens ist es eher hell, abends dafür auch eher dunkel.

Manche Menschen bescheinigen der Zeitumstellung, sie würde ihren Schlafrhythmus durcheinander bringen. Notfallmediziner Dr. Johannes Wimmer sagt dazu: Das Phänomen ist vom Jetlag bekannt, wenn man zum Beispiel nach Amerika oder nach Asien fliegt. Die Zeitumstellung von einer Stunde reiche aber normalerweise nicht aus, um den Schlafrhythmus zu stören.

"Der Mensch ist das einzige Säugetier, das sich von Schlaf abhält. Jedes andere Tier legt sich hin, wenn es müde ist."
Dr. Johannes Wimmer

Anfälliger seien da noch diejenigen, die strenge Schlafenszeitroutinen haben und immer zur selben Uhrzeit ins Bett gehen und wieder aufstehen - nochmal mehr, wenn es sich um ungewöhnliche Schlafenszeiten handelt, zum Beispiel bei Schichtarbeitern.

Trotzdem: Schlafen wir wegen der Zeitumstellung schlecht, liegt das in der Regel eher an einem psychologischen Effekt. Johannes Wimmer: "Wie denken uns: Da passiert jetzt was. Wir regen uns womöglich auf. Der Körper ist dann fügig und folgt dem unruhigen Geiste."

Der Schlaf muss sich nach unserem Lebensstil richten

Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Zeitumstellung dem erhöhten Auftreten von zum Beispiel Herz- und Verdauungsstörungen belegen wollen, sind nicht eindeutig, sagt Johannes. Es gebe auch Studien, die diesen Zusammen widerlegen - am Ende weiß niemand, was stimmt.

Generell aber hält Johannes unsere Schlafgewohnheiten für nicht sehr gesund: "Der Mensch ist das einzige Säugetier, das sich von Schlaf abhält. Jedes andere Tier legt sich hin, wenn es müde ist." Der Schlaf richte sich nach dem, was wir ihm vorgeben. "Das ist nicht unbedingt gesund."