Für die weihnachtliche Stimmung zu Hause kaufen sich viele einen Weihnachtsbaum. Ein Riesengeschäft. Jährlich werden 28 bis 30 Millionen Bäume verkauft.

Weihnachtsbäume sind seit dem Jahr 2000 konstant beliebt, davor wurden noch 24 Millionen Bäume verkauft. Seit es aber immer mehr Single-Haushalte gibt, hat der Verkauf sprunghaft zugenommen. Außerdem gab es zwischendurch den Trend zum Zweit-Baum. Wir geben rund 700 Millionen Euro für Weihnachtsbäume aus.

Deutscher Weihnachtsbaum mit georgischen Wurzeln

Die Samen für die Weihnachtsbäume kommen seit Jahrzehnten aus Georgien. Dort gibt es noch alte Waldbestände, wo die Samen gesammelt werden. Ein Drittel der deutschen Weihnachtsbäume sind also georgisch. Aufgewachsen sind die meisten Weihnachtsbäume dann in Deutschland.

Die Weihnachtsbaum-Anbieter verdienen pro Baum zwei bis drei Euro. Bei der Masse kommt aber dennoch ein satter Gewinn raus. Im Schnitt kostet der Meter Nordmanntanne 18 bis 20 Euro, Blaufichte zehn bis 15 Euro.

Weihnachtsbaum-Bauern brauchen Geduld

Bis der Weihnachtsbaum stattliche zwei Meter misst, vergehen rund zehn Jahre. Zwei Jahre dauert es vom Aussäen bis der Setzling herauskommt. Dann wird er umgepflanzt. Wieder zwei Jahre warten. Dann kann er in der Plantage eingesetzt werden. Noch mal sechs Jahre warten, bis er die richtige Größe hat. Bis dahin muss der Weihnachtsbaum-Bauer wässern. Ist es kein Bio-Weihnachtsbauer, setzt er auch Pestizide ein.

Von den deutschen Weihnachtsbäumen werden rund eine Million exportiert. Die meisten werden in Deutschland verkauft, weil die Bäume auch auf den deutschen Geschmack hin gezüchtet sind:

  • schlank
  • terrassenförmig
  • eine Spitze
  • nicht zu krumm

Franzosen bevorzugen volle, buschige Bäume.

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