Co-Working kennt ihr vermutlich oder macht es schon. Und Co-Living? Dahinter steckt dasselbe Prinzip, aber statt Arbeitsraum teilt ihr euch die Wohnung.

Man könnte sagen: Der große Bruder von Co-Living ist Co-Working. Beim Co-Working teilen sich ganz unterschiedliche Menschen einen Raum zum Arbeiten. Man kommt und geht, wie es einem passt. Den Arbeitsplatz mietet man tage- oder wochenweise.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert Co-Living. Ein großes Haus mit vielen Zimmern und Betten. Wohnzimmer, Küche und Bad werden gemeinsam genutzt. Und auch alles andere, das es teils gibt: Dachterrasse, Garten, Fitnessraum, Bibliothek, Pool oder Labor.

Geteiltes Wohnen für digitale Nomaden

In diesen Co-Living-Wohnungen leben meist Menschen, die als Freelancer, Künstler, Kreative arbeiten und lediglich für einen bestimmten Job in der Stadt sind. Oder es sind digitale Nomaden, die von überall aus arbeiten und Lust haben, die Stadt oder auch das Land regelmäßig zu wechseln.

Co-Living kommt aus Kalifornien und ist eine Art Reaktion auf den überteuerten Wohnungsmarkt. In Europa gibt es Co-Living-Spaces in Dänemark, England, Kroatien, Spanien, Schweden und auch Deutschland.

An einem Tisch sitzen acht Männer und Frauen. Auf dem Tisch stehen Teller, Gläser und Essen.
© DRadio Wissen | Patrizia Grohm
Lecker Essen. Einmal im Monat wird beim Co-Living in Düsseldorf zusammen gekocht und gegessen.

Beim Co-Living in Düsseldorf leben zurzeit zehn Frauen und Männer aus China, Frankreich, Indien, Holland und Südafrika. Sie arbeiten in verschiedenen Berufsfeldern und leben zusammen unter einem Dach.

Ganz günstig ist Co-Living nicht. In Düsseldorf zum Beispiel kostet das kleinste Zimmer mit zwölf Quadratmetern etwa 950 Euro im Monat: inklusive Wifi und Reinigungskraft. Kündigungsfristen gibt es keine. Es gibt sogar eine Co-Living-Flat von einem Anbieter in New York. Zur Auswahl stehen London, Madrid, Miami, Buenos Aires oder Bali. Die Wohnungen oder Häuser sind immer in zentraler und guter Lage. Kosten: knapp 1500 Euro im Monat.