Paarungsverhalten

Auf den Wolf gekommen

In Deutschland gibt es 25 Wolfsrudel. Für den Menschen stellen die Wölfe keine Gefahr dar. Für unser liebstes Haustier - den Hund - kann eine Begegnung mit einem Wolf tödlich enden. Worauf Hundebesitzer achten müssen, weiß die Wolfsforscherin Ilka Reinhard.

Sie rät dazu, Hunde im Wolfsgebiet nicht frei laufen zu lassen. Würde es zum Kampf kommen, wäre der Hund deutlich im Nachteil. "Das kann mit schweren Verletzungen, im schlimmsten Fall mit dem Tod enden." Mit ihrem Verhalten schützen die Wölfe ihr Revier und ihre Familie von Eindringlingen, erklärt Ilka Reinhard.

"In der Not frisst der Teufel Fliegen oder der Wolf paart sich mit dem Hund."

Wenn der Wolf den Hund liebt

Manchmal, ganz selten, kommt es aber auch zur Paarung von Hund und Wolf. Einmal ist das in der Lausitz passiert: Eine Wölfin, die keinen paarungsbereiten Wolf gefunden hat, hat sich mit einem Hund fortgepflanzt. Die Mischlingswelpen durften nicht in freier Wildbahn bleiben. Sie könnten dort wahrscheinlich nicht überleben, sagt Ilka Reinhard. "Wir Menschen haben den Hund in Jahrtausenden nach unseren Vorstellungen geformt. Dabei sind Verhaltensweisen und physiologische Eigenschaften herausgekommen, die für ein Wildtier von Nachteil sind."