Seit Xiuhtezcatl ein Kind ist, setzt er sich für die Umwelt ein. Der heute 17-Jährige sprach als jüngster Redner überhaupt vor der Uno. Er hat die US-Regierung schon verklagt. Und jetzt rappt er auch noch.

Er ist ein Star der US-Klimabewegung und mit seinen 17 Jahren hat es Xiuhtezcatl Martinez schon auf die großen Bühnen und in die Fernsehstudios fast aller großen Sender in den USA geschafft. Mit sechs Jahren hielt er seine erste Rede auf einer Demonstration. Mit 15 Jahren verklagte er zusammen mit anderen Jugendlichen die US-Regierung: Sie verstoße gegen sein Recht auf Leben und Freiheit, denn sie tue nicht genug gegen den Klimawandel.

Xiuhtezcatl ist irgendwie immer aktiv für die gute Sache, hat man den Eindruck. Das wurde ihm schon in die Wiege gelegt: Auch seine Mutter Tamara ist Umweltaktivistin. Sie hat die Organisation Earthguardians (Erdenwächter) gegründet.

"Ja, ich bin Rapper. Aber ich bin auch Aktivist und Protestfigur. Und da verbringe ich viel Zeit auf der Straße und im Gericht. Alles, was ich mache, mache ich für die Leute - für die Bewegung und für die Musik."
Xiuhtezcatl Martinez
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Vater als Vorbild

Xiuhztezcatls Vater ist Azteke - und er ist es auch, der ihn motiviert hat, aktiv zu werden, sagt der 17-Jährige. Er habe ihm beigebracht, dass jedes Leben schützenswert sei. "Für mich ging es gar nicht darum, Aktivist zu werden, sondern einfach nur, das Erbe meines Vaters weiterzuführen."

Der Klimawandel und die schon jetzt sichtbaren Folgen - die schlimmen Hurricanes und Fluten in den USA und der Karibik beispielsweise - beunruhigen ihn. "Wenn wir nichts machen, wird es immer mehr Klimaflüchtlinge geben", sagt Xiuhtezcatl.

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"Was mich am meisten trifft, ist, dass unsere Generation nicht wirklich gehört wird, wenn es um die Frage geht: In was für einer Welt wollen wir eigentlich in Zukunft leben?"
Xiuhtezcatl Martinez

Jetzt hat Xiuhtezcatls für seinen Protest eine neue Sprache gefunden: den Rap. Sein Debütalbum wird vermutlich nächstes Jahr erscheinen und soll wohl "Break Free" heißen. Seine Songs werden sich aber nicht nur um Umweltthemen drehen, sagt Xiuhtezcatl - sondern auch um alles andere, was ihn als 17-Jährigen bewegt: Schule, Mädchen, Liebe und das Erwachsenwerden.