Im Jahr 2013 gingen in Deutschland mehr als sieben Millionen Blutspenden ein. Katharina Schüller weiß, dass das Kosten verursacht. Aber es wird auch sehr viel Geld mit dem Blut gemacht.

Die meisten Spenden, die im Jahr 2013 eingegangen sind, waren Vollblutspenden. Darüber hinaus gibt es Apherese-Spenden. Das bedeutet, dass bei der Blutentnahme die Körperflüssigkeit in ihre Bestandteile zerlegt wird und die nicht benötigten Teile zurück an den Spender gehen. Hinzu kommen Eigenblutspenden, die mit 11.000 im vergangenen Jahr nur einen geringen Teil der geleisteten Spenden ausmachen.

500 Milliliter macht 125 Euro

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sammelt die meisten Vollblutspenden in Deutschland. Das ist die Art der Blutspende, die vermutlich am geläufigsten ist. Also bei der 500 Milliliter aus einer Armvene entnommen werden. Um an eine Spende zu kommen, muss das DRK natürlich auch Ausrüstung und Personal bereitstellen und das kostet. Der Blutspendendienst West, ein Zusammenschluss mehrerer DRK Verbände, hat vor einigen Jahren die Kosten für eine Vollblutspende veröffentlicht: 125,28 Euro.

Ein Gewinn von 1,37 Euro pro Spende

Auf der anderen Seite bekommen medizinische Einrichtungen das Blut anschließend nicht kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie müssen dafür zahlen, und zwar 126,65 Euro beim Blutspendendienst West. Damit liegt die Gewinnspanne bei 1,37 Euro. Und wenn man es auf etwa 3,5 Millionen Vollblutspenden hochrechnet, ergeben sich 4,8 Millionen Euro.