Sven Mecke ist Zoologe. Auf Forschungsreisen nach Ost-Timor begibt er sich auf Entdeckungstouren in der dortigen Welt der Reptilien und Amphibien.

Als der Biologe Sven Mecke sich mit seinen Kollegen daran gemacht hat, die Reptilien Ost-Timors zu erforschen, war noch nicht viel bekannt über die Artenvielfalt dieser Region. Um so größer ist die Freude des Forschers, dass er mit seinem Team schon 25 Arten entdeckt hat, die der Wissenschaft bis dahin unbekannt waren.

Museen als Fundgrube

Im ersten Schritt gehen die Forscher in die Wildnis und sammeln Tiere. Dabei haben sie manchmal schon auf den ersten Blick das Gefühl, dass die Echsen oder Frösche, die sie finden, anders aussehen, als die Arten auf den Nachbarinseln. Das Sammeln und Dokumentieren reicht aber nicht aus, um nachzuweisen, dass es sich um eine neue Art handelt. Manchmal hilft es den Forschern, die Archive von naturkundlichen Museen zu durchforsten. Wenn der Zoologe dort fündig wird, hat er zumindest schon mal ein Objekt, mit dem er seinen Fund vergleichen kann.

"Um eine neue Tierart zu entdecken, muss man gar nicht so weit reisen. Manchmal reicht auch ein Besuch im Museum. Wenn man sich in den Speichern von Museen umschaut, wird man auch oft fündig."

Namensgeber für neue Arten

Um endgültig festzustellen, ob er eine neue Art entdeckt hat, braucht es aber mehr. Nach dem Fund und der Dokumentation folgen detaillierte Vergleiche und Analysen auf statistischer Basis. Zuerst wird das Erscheinungsbild und die Anatomie untersucht, häufig kommen aber auch genetische Tests zum Einsatz. Und wenn der Zoologe Glück hatte, stellt er fest, dass es sich bei seinem Fund, um eine neue Art handelt. Dann darf er der Tierart auch offiziell einen Namen geben. Zum Abschluss erstellt der Forscher noch eine wissenschaftliche Beschreibung, die dann in Fachmagazinen veröffentlicht wird. Bei Dein Sonntag hat Sven Mecke unserer Moderatorin Daniel Tepper mehr über seine Entdeckungsreisen nach Ost-Timor erzählt.

Der lustige Ruf des Tokeh-Geckos