Der Wasserstand der Ostsee ist gerade sehr niedrig.

Laut dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde ist ein Pegel in Schweden so niedrig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 140 Jahren. Das Ganze liegt daran, dass es in den letzten Wochen starke Ostwinde gab. Dadurch werden große Wassermengen in Richtung Nordsee gedrückt.

Die Forschenden rechnen damit, dass es von der Natur bald eine Gegenreaktion geben könnte: nämlich einen größeren Salzwassereinbruch aus der Nordsee in die Ostsee. Der wäre für die Ostsee tatsächlich sehr gut, denn das kalte Wasser würde die in Teilen zu hohen Wassertemperaturen senken und ordentlich Sauerstoff mitbringen. Denn vor allem in tieferen Schichten gibt es in der Ostsee oft Sauerstoffmangel, der zu Fischsterben führen kann - es entstehen richtige "Todeszonen".