Unsere Arbeitswelt verändert sich gerade stark. Alleine durch die Klimakrise wandeln sich altbekannte Jobs und neue entstehen. Besonders in den erneuerbaren Energien steht ein Job weit oben auf der Liste der bald wohl stärker nachgefragten Berufe.

Der Klimawandel und die Digitalisierung haben einen Einfluss darauf, was und wie wir konsumieren. Eine veränderte Nachfrage hat wiederum einen Einfluss auf die Berufe, die wir in Zukunft stärker brauchen.

Jobs in der erneuerbaren Energien auf Platz 1

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien benötigen wir auch mehr Jobs in diesem Sektor. Für die Windkraftanlagen zum Beispiel braucht es eben auch Menschen, die sie warten und reparieren. Diesen Beruf der technischen Servicekraft sieht das Amt für Arbeitsmarktstatistik in den USA sogar als den Job, der in den nächsten zehn Jahren am stärksten nachgefragt wird.

Möglich ist der Weg zur technischen Servicekraft über eine Ausbildung oder ein Studium in der Elektrotechnik, mit einer anschließenden Weiterqualifizierung zur Elektrofachkraft. Das Jahresgehalt liegt dann etwa zwischen 50.000 und 66.000 Euro brutto.

Feelgood-Management für mehr gute Vibes

Ähnlich neu auf dem Arbeitsmarkt wird das Feelgood-Management sein. Die Mitarbeitenden sind in Unternehmen dafür da, um für eine gute Arbeitsatmosphäre im Team zu sorgen. Sie organisieren dafür zum Beispiel gemeinsame Sportevents, wie Yogatreffen oder Feiern. Ihre Aufgabe ist es auch, mit den Kolleginnen und Kollegen Arbeitszeit-Modelle zu entwickeln, die über den regulären Nine-to-five-Job hinausgehen.

Für den Beruf eignet sich ein Studium in den Bereichen Psychologie, Soziologie oder BWL mit Schwerpunkt im Personalwesen. Das Jahresbruttogehalt liegt bei 35.000 bis 75.000 Euro.

IT-Sicherheit als Dauerbrenner

Eine Gehaltsstufe darüber liegen Jobs in der IT-Sicherheit. Hier zahlen Unternehmen zwischen 65.000 und 88.000 Euro brutto für den Schutz IT-relevanter Systeme. In Deutschland waren neun von zehn Unternehmen bereits von Hackerangriffen betroffen.

Jobs sind im Wandel

Berufsforschende sehen in der Digitalisierung keine Entwicklung hin zu einer großen Arbeitslosigkeit, sondern einen Wandel von Berufen – wie etwa bei der technischen Servicekraft von Windkraftanlagen. Es wird auch Chancen geben, dass neue Berufe entstehen. Zum Beispiel könnte das der Fall bei sozialen und kulturellen Dienstleistungen sein, sagt Katharina Dengler vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung.

"Die Berufsforscher fürchten übrigens nicht, dass durch die Digitalisierung Hunderttausende Tätigkeiten hopsgehen und wir dann große Arbeitslosigkeit haben werden."
Nico Rau, Deutschlandfunk Nova

Weiter fehlende Arbeitskräfte in der Pflege

Und weil der Anteil der alten Menschen stärker wächst, brauchen wir auch entsprechend mehr Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten. Bleibt es wie bisher, werden laut einem Bericht der Bertelsmann-Stiftung bis 2030 alleine in der Pflege bis zu 500.000 Vollzeitkräfte fehlen.