Wenn Hunde etwas gut können, dann ist es, alte Knoche aufzuspüren – am liebsten die, die sie selbst verbuddelt haben. Es darf aber auch mal was Antikes sein. Und das machen sich Archäologen zunutze. 

Archäologiehunde werden darauf trainiert, Knochen aufzuspüren, die mehrere hundert Jahre alt sind. So helfen sie Archäologen, antike Begräbnisstätten zu finden.

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Ein Labrador-Mastiff-Mix namens Migaloo hat 2012 den ersten Job als Archäologiehund in Australien bekommen. Migaloos Besitzer, der Hundetrainer Gary Jackson aus Brisbane, hat den damals drei Jahre alten Hund darauf trainiert, fossile menschliche Kochen zu suchen. Als "Übungsmaterial" dienten 250 Jahre alte Knochen einer Aborigine-Grabstätte, eine Leihgabe des South Australian Museums - dem hatten die Stammesältesten zuvor zugestimmt.

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Nach sechs Monaten intensiven Trainings hat muss Migaloo  nicht nur zwischen menschlichen und tierischen Knochen unterscheiden, sondern muss diese Knochen auch lokalisieren können, selbst wenn sie tief in der Erde vergraben sind. Das Training funktioniert im Prinzip wie jedes Hundetraining: mit Belohnung. Nach einem erfolgreichen Fund bekommt Migaloo ein Würstchen oder darf mit seinem Lieblingsball spielen. 

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Inzwischen gibt es mehrere Archäologiehunde, in den USA und auch in Europa. Zum Beispiel Fabel, ein schwedischer Schäferhund. Er wurde von der Archäologin Sophie Vallulv trainiert. Sie hat Fabel erfolgreich bei der Gräbersuche in Sandy Borg eingesetzt, einer antiken Ruinenstadt auf der schwedischen Insel Öland. Fabel kann mit einer 94-prozentigen Genauigkeit menschliche von tierischen Knochen unterscheiden.

Flintstone erschnüffelt Epochen-Knochen

In Deutschland arbeitet Flintstone als Archäologiehund. Er wurde von dem Archäologen Dietmar Kroepel in der antiken Knochensuche ausgebildet. Flintstone ist sogar auf eine bestimmte Epoche spezialisiert. Der Altdeutsche Hütehund erschnüffelt Gebeine aus einem Zeitraum zwischen 2000 vor bis 600 nach Christus. Er schafft es, Knochen in zweieinhalb Metern Tiefe aufzuspüren.

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Bislang hat Flintstone unter anderem ein Römergrab im Kreis Eberberg und weitere archäologische Entdeckungen in Fürstenfeldbruck und Rosenheim erschnüffelt. Bei der Kriminalpolizei in Thüringen hatte er zwischenzeitlich einen Nebenjob: In einem Waldstück sollte er die Leiche einer seit 30 Jahren vermissten Frau suchen und hat sie tatsächlich gefunden.

"Riechgehirn" des Hundes größer als das des Menschen

Hunde haben eines der besten Riechorgane in der Tierwelt: Schäferhunde etwa besitzen rund 220 Millionen Riechzellen. Zum Vergleich: Der Mensch kommt auf fünf Millionen. Die vielen Informationen, die mittels der massenhaften Riechzellen im Gehirn ankommen, müssen auch verarbeitet werden. 

"Das Riechvermögen eines Hundes ist Millionen Male besser als unseres."
Mario Ludwig, Deutschlandfunk-Nova-Tierexperte

Das "Riechgehirn", also der Teil des Gehirns, in dem die Geruchs-Informationen auflaufen, nimmt beim Hund zehn Prozent des Gesamthirnes ein. Der Mensch zweigt gerade mal ein Prozent für die Riechanalyse ab. Im Ergebnis: Das Riechvermögen des Hundes ist Millionen Male besser als das des Menschen, sagt Mario Ludwig.

Mehr über das Riechorgan der Hunde bei Deutschlandfunk Nova:

  • Krebserkennung: Schäferhunde erschnüffeln Krebs | Dass Hunde Krebs riechen können, ist schon länger bekannt. Eine neue Studie aus Frankreich zeigt: Mit einem Training können es Schäferhunde schaffen, Brustkrebs mit 100 Prozent Genauigkeit zu erschnüffeln.
  • Polizeiarbeit: Spürhunde erschnüffeln Daten | Wenn Hunde die Gepäckkontrolle am Flughafen übernehmen, enttarnen sie Drogenkuriere oder Sprengstoffattentäter. Jetzt müssen sich auch Straftäter Sorgen machen, die elektronische Datenträger verstecken.
  • Das Tiergespräch: Lebensretter Diabetikerwarnhunde | Sie können uns warnen, wenn unsere Zuckerwerte zu hoch oder zu niedrig sind. Gut ausgebildete Diabetikerwarnhunde können sogar Traubenzucker bringen oder Retter reinlassen.
  • Diabetikerwarnhund: Linda warnt vor Unterzuckerung | Der Hund Linda warnt ihr Herrchen Marion Claßen, wenn eine Unterzuckerung bevor steht. Für Marion sinkt damit die Gefahr, durch Unterzuckerung Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeit bis hin zu Krampfanfällen zu bekommen.