Aromen kommen in Fertigprodukten, aber auch in Biolebensmitteln vor. Sie sind intensiver und halten länger, können aber auch von Bakterien stammen. 

Wo sind sie drin?

In vielen Fertigprodukten, auch in einigen Biolebensmitteln. Dabei kann auf der Packung zum Beispiel "natürliches Heidelbeer-Aroma" stehen, das auch aus Heidelbeeren stammt. "Natürliches Aroma" kann aus anderen Stoffen mithilfe von Enzymen, Bakterien und Pilzen hergestellt werden. Wenn nur "Aroma" draufsteht, kann es komplett synthetisch sein. 

Unterm Mikroskop

Aromastoffe haben gemeinsam, dass sie flüchtig sind, also schnell in die Luft übergehen. Rezeptoren in unserer Nase nehmen hunderte von Aromastoffen wahr. Die Kombination erkennen wir dann als Salami oder Schoki. 

In der Fabrik – wie werden sie gemacht?

Heidelbeer-Extrakt beziehungsweise natürliches Heidelbeer-Aroma wird mit einem Lösungsmittel aus der Heidelbeere gewonnen. Man kann die einzelnen Aromastoffe aber auch aus anderen Stoffen nachbilden, zum Beispiel mithilfe von Mikroorganismen. 

Die Aufgabe – was soll das Ganze?

Zugesetzte Aromen können intensiver, länger haltbar und widerstandsfähiger bei Hitze oder Sonnenlicht sein. Manche Lebensmittel wie Kaugummis oder aromatisierte Getränke gäbe es wahrscheinlich gar nicht ohne. 

Warum eigentlich nicht?

Im Labor hergestellte Aromastoffe sind fast immer identisch mit denen, die in der Natur vorkommen – insofern gibt es theoretisch die gleichen Gesundheitsgefahren. Manche Stoffe dürfen Lebensmitteln nicht zugesetzt werden, etwa Cumarin, ein Aromastoff, der in Waldmeister und Cassiazimt vorkommt. Extra Aromastoffe sind unnötig, wenn man frisches Obst und Gemüse isst.

Weitere Zusatzinfos:

  1. Ausführliche Beschreibung der Zulassung und möglichen Gesundheitsgefahren durch Aromen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR)
  2. Komplette Liste aller Aromen, die in der EU für Lebensmittel zugelassen sind
  3. Infos des Deutschen Verbands der Aromen-Industrie