Per Whatsapp und Facebook Messenger einkaufen und an Freunde Geld überweisen: Das könnte bald möglich sein, wenn Facebook seine eigene Kryptowährung einführt.

Nach Informationen der Zeitung "New York Times", die sich auf verschiedene Quellen beruft, plant Facebook eine eigene Kryptowährung, die noch dieses Jahr eingeführt werden könnte. Schon 2018 gab es Gerüchte, dass Facebook eine eigene Währung entwickelt. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass sie wirklich kommt. Wann genau, und wie sie heißen wird, ist noch nicht klar.

Für die eine eigene Währung könnte unter anderem der chinesische Anbieter Wechat Vorbild sein. Er vereint Messaging, Shopping und Bezahlen in einer App, und Wechat verdient bei allem mit.

Facebook profitiert doppelt

Auch die Nutzer des Facebook-Konzerns sollen in Zukunft mehr machen, als nur Nachrichten hin- und herschicken (Whatsapp) und einen Newsfeed durchforsten (Facebook, Instagram). Sie sollen möglichst große Teile ihres digitalen Alltags über diese Dienste abwickeln - und etwas zu bezahlen, gehört im weitesten Sinne dazu. So muss man jedenfalls die vielen Ankündigungen von Facebook verstehen, die eigenen Funktionen weiterzuentwickeln.

Wenn Facebook es schaffen sollte, dass zukünftig die User zum Beispiel auch per Whatsapp und Facebook Messenger einkaufen und dann auch noch die Facebook-Währung benutzen, könnte Facebook doppelt profitieren:

Zum einen bindet es die Nutzer noch enger ans eigene Unternehmen, zum anderen spart es einen externen Payment-Anbieter wie etwa Paypal, bei dem Gebühren anfallen würden. Außerdem wäre Facebook dann unabhängig von Wechselgebühren.

Geringes Risiko zum Spekulationsobjekt zu werden

Den Meldungen zufolge, wird sich die Facebook-Kryptowährung von anderen wie Bitcoin unterscheiden. Letztere ist komplett unabhängig und an keine herkömmliche Währung gebunden. Die Facebook-Währung verfolgt ein anderes Konzept: Sie soll an mehrere Währungen wie Dollar und Euro gekoppelt sein. Damit würde das Risiko deutlich reduziert, zum Spekulationsobjekt zu werden.

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