Wenn es beim Sekt auch um Geschmack geht, sollte er schon ein bisschen was kosten. Bei etwa 10 Euro fängt der Spaß an – das sagt jedenfalls Weinexperte Konstantin Baum. Und er hat noch weitere Tipps für den richtigen Schaumwein.

Sekt, Cava, Crémant und Spumante gehören zu der Gruppe der Schaumweine. Mindestens 3 bar Druck müssen in der Flasche sein und die enthaltene Kohlensäure muss während der Gärung entstanden sein.

Wir wollten von Konstantin Baum wissen, worauf er beim Kauf von Schaumweinen achtet. Er ist Weinexperte – genauer Master of Wine. Seine Empfehlungen:

  • mindestens zehn Euro ausgeben
  • Winzersekt kaufen
  • auf das Label b. A. (bestimmtes Anbaugebiet) achten
  • auf den Hinweis traditionelle Flaschengärung achten

Konstantin Baum weiß auch, wie ihr verhindern könnt, dass euch nach dem Schaumwein die Kopfschmerzen tagelang lahmlegen. Wer nicht mit einem heftigen Kater ins neue Jahr starten will, dem rät er vor dem Anstoßen ausreichend zu essen, während der Sekttrinkerei Wasser zu sich zu nehmen und vor dem Schlafen eine Mineraltablette einzuwerfen – gelöst in Wasser.

"Man sollte eine gute Grundlage haben und regelmäßig Wasser trinken. Dann hat man nicht so Kopfscherzen am nächsten Tag. Was gut ist, sind Multimineraltabletten."
Konstantin Baum, Weinexperte

Die Verbraucher in Deutschland haben in 2018 bisher für Schaumweine 1,2 Milliarden Euro ausgegeben. In den vergangenen zwölf Monaten kauften deutsche Konsumenten allein im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten rund 311 Millionen 0,75l-Flaschen. Das Weihnachtsgeschäft mit Sekt, Champagner und Co. ist bei diesen Zahlen noch nicht berücksichtigt.

Insgesamt ist der Umsatz mit Schaumweinen in Deutschland rückläufig. Das statistische Bundesamt hat jetzt Angaben zum Jahr 2017 veröffentlicht. Gegenüber 2016 kauften Konsumenten in Deutschland eine um 5,2 Prozent geringere Menge.

Perlweine - geringere Steuer, geringerer Druck

Im Gegensatz zu Champagner, Sekt und Co, darf Perlweinen hingegen Kohlensäure zugesetzt werden: zum Beispiel bei Prosecco Frizzante. Das Druckniveau in der Flasche liegt hier nur bei 1 bis 2,5 bar. Ein weiterer entscheidender Unterschied: Perlweine unterliegen nicht der Schaumweinsteuer. Auch deswegen sind sie erheblich günstiger.

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