Musik in Computerspielen wird immer aufwendiger produziert. Sie steht in keinster Weise großer Filmmusik aus Hollywood nach. Das findet Helge Borgarts, Spieleentwickler und Produzent von Musik für Computerspiele.

Helge Borgarts findet sogar, dass das Komponieren für Computerspiele anspruchsvoller ist sei als für Filme. Denn bei den Spielen komme das interaktive Element hinzu, nämlich der Spieler. Der Soundtrack muss die Spielentwicklung einfangen und hörbar machen.

Adaptive Musik - Schicht für Schicht

Dafür nutzen Komponisten von Musik für Computerspiele das Layering-Verfahren. Verschiedene Instrumente oder auch ein Chor werden separat aufgezeichnet beziehungsweise zumeist per Software eingespielt. Mit diesen verschiedenen Schichten arbeitet der Komponist und schafft verschiedene musikalische Szenarien.

"Die Welt der Filmmusik und der Musik für Computerspiele verschmelzen mittlerweile."

Diese Szenarien werden dann im Laufe des Spiels eingeblendet. Je nachdem welche Punkte der Spieler im Game erreicht. Dann klingt es mehr oder weniger bedrohlich, mehr oder weniger düster.

"Dieses Layering muss man schon beim Komponieren im Kopf haben", sagt Helge Borgarts. Die Musikschichten müssen für sich stehen, aber auch gemeinsam funktionieren können. Da braucht es wohl etwas Übung. Dennoch würden viele Komponisten von Filmmusik auch zunehmend für Computerspiele arbeiten, sagt Borgarts.