Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken. Die Entwicklung lasse hoffen, sagt die Wissenschaftsjournalistin Christina Sartori. Auch in Sachen Impfstoff schreitet die Entwicklung voran. Doch nach wie vor müssen wir dafür sorgen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Bei der Beratung der Bundesregierung mit den Länderchefinnen und -chefs über die aktuellen Entwicklungen in der Pandemie und das weitere Vorgehen ist einen Beschlussvorlage mit weiteren Einschränkungen heftig diskutiert worden. Ergebnis: Empfehlungen und weiter abwarten.

Das Robert-Koch-Institut hat am 16. November 10.824 Corona-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden vermeldet - und damit einen leichten Rückgang gegenüber der Vorwoche. Die Entwicklung lasse hoffen, sagt die Wissenschaftsjournalistin Christina Sartori.

"Dass ab jetzt die Neuinfektionen nicht mehr von Tag zu Tag mehr werden, sondern weniger, lässt hoffen."
Christina Sartori, Wissenschaftsjournalistin

Dass die Zahlen nur langsam sinken, liegt daran, dass die Effekte der Maßnahmen erst nach etwa zwei bis drei Wochen messbar werden, sagt Wissenschaftsjournalistin. Außerdem gelte: Je weiter das Virus verbreitet sei, desto länger dauere seine Eindämmung. Menschen, die sich Anfang November infiziert haben, würden derzeit zwar niemanden in Restaurants oder Fitnessstudios anstecken, aber vielleicht in der Familie oder im Bus.

Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden

Wichtiges Ziel der Maßnahmen sei es, die Gesundheitsämter nicht zu überlasten, damit sie ihrer Aufgabe nachkommen können: Neuinfizierte informieren, betreuen, nach engen Kontaktpersonen suchen und dafür sorgen, dass die nicht wiederum andere Menschen anstecken. Wenn das nicht mehr funktioniert, kann sich das Virus deutlich schneller verbreiten, sagt die Wissenschaftsjournalistin.

Außerdem gelte es zu vermeiden, die Intensivstationen zu überfüllen. In einigen Gegenden seien die bereits gut ausgelastet. Manche Covid-19-Patienten lägen dort schon mehrere Wochen, so schnell würden dort keine Betten wieder frei werden.

"Es darf jetzt nicht so viele neue Infektionen geben, dass in zwei, drei Wochen die Intensivstationen überfüllt sind. Dabei muss man bedenken: Die Intensivstationen sind jetzt schon in einigen Gegenden gut ausgelastet."
Christina Sartori, Wissenschaftsjournalistin

Hoffnung auf Impfstoff steigt

Nach Biontech hat auch der US-Konzern Moderna Erfolge bei einem möglichen Corona-Impfstoff gemeldet. Meldungen wie diese könnten sich nun häufen, schätzt Christina Sartori die Entwicklung ein. Auch das schwedisch-britische Unternehmen Astra Zeneca in Kooperation mit der Uni Oxford sei mitten in der letzten Prüfung vor der Zulassung. Ebenso meldet das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac Erfolge.

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Neben diesen drei Unternehmen, die eventuell noch in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres ihre Zulassung erhalten könnten, gebe es weltweit noch fünf weitere Kandidaten, die sich ebenfalls in der der letzten Prüfung vor der Zulassung befinden.