Wie sehr können Frauen weltweit ihre Sexualität lustvoll leben? Wie werden sie dabei durch verschiedene Religionen und Kulturkreise eingeschränkt? Der Dokumentar-Film "#Female Pleasure" versucht Antworten zu finden. Regisseurin Barbara Miller hat mit fünf unterschiedlichen Frauen gesprochen, die für die weibliche Lust kämpfen.

Die Autorin Deborah Feldmann erzählt im Dokumentarfilm #Female Pleasure die Geschichte ihrer Zwangsverheiratung unter ultraorthodoxen Juden.

"Ich war für meine Gemeinde nur eine Gebärmaschine."
Deborah Feldmann, aufgewachsen in einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in New York

Die ehemalige Ordensschwester Doris Wagner berichtet im Film, wie sie in der katholischen Gemeinde "Das Werk" in Rom von einem Priester mehrfach vergewaltigt wurde.

Die japanische Künstlerin Rokudenashiko wird vor Gericht verurteilt, weil sie in ihrer Kunst 3-D-Abdrücke ihrer Vulva zeigt und das als obszön gewertet wird.

Die japanische Künstlerin Rokudenashiko mit einer Vagina aus Plastik in der Hand.
© imago | AFLO
Die japanische Künstlerin Rokudenashiko mit einem ihrer Kunstwerke.
"Ich war überrascht, wie viele Menschen Hassgefühle gegen die Vagina haben."
Rokudenashiko, japanische Künstlerin

Leyla Hussein, Somalierin in London, kämpft dagegen, dass selbst unter Familien, die mittlerweile im Ausland leben, junge Mädchen und Frauen beschnitten werden.

"Was diese Frauen verbindet, ist ihr Mut, gegen die Unterdrückung der weiblichen Sexualität anzukämpfen."
Barbara Miller, Regisseurin

Die Schweizer Dokumentarfilmerin Barbara Miller ist zu Gast in Eine Stunde Liebe. Wir sprechen mit ihr über die außergewöhnlichen Frauen in ihrem Film. Darin kommt auch Vithika Yadav zu Wort - sie ist die Frau hinter der ersten indischen Internet-Plattform zur Aufklärung rund um Sex und Liebe: Auf "Love Matters" geht sie gegen Tabus in der indischen Gesellschaft an, in der kaum öffentlich über Sexualität gesprochen wird.

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