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Die Doku "Schwarze Adler" erzählt die Geschichte von schwarzen deutschen Fußball-Nationalspielern. Sie reicht von Erwin Kostedde Mitte der 70er, über Jimmy Hartwig in den 80ern, Gerald Asamoah, bis hin zu Jérôme Boateng oder Leroy Sané. Auch Patrick Owomoyela gehört dazu. Er erzählt uns von seinen persönlichen Erfahrungen.

Wer erinnert sich heute noch an Erwin Kostedde? Vermutlich kaum jemand. Er war in den 70er-Jahren der erste schwarze Fußballspieler in der deutschen Nationalmannschaft. Die Namen Jérôme Boateng oder Leroy Sané kennen dagegen alle, die sich nur ein bisschen mit Fußball beschäftigen. Alle haben eins gemeinsam: Erfahrungen mit Rassismus in der Multi-Milliarden-Industrie Fußball, der beliebtesten Sportart Deutschlands. Die Doku "Schwarze Adler" erzählt ihre Geschichte. Und wir sprechen darüber mit unserem Gast Patrick Owomoyela. Er hat für Arminia Bielefeld, Werder Bremen und Borussia Dortmund gekickt, außerdem war er bei elf Länderspielen mit dabei.

"Ich finde diese ganzen offensichtlichen Dinge wie 'ich trag ein Trikot', 'ich mache ein Foto vor dem Spiel', das gehört alles dazu, ist alles wichtig, das bringt den Stein ins Rollen. Das muss dann aber auch untermauert werden mit einem Fundament, das tiefergehend arbeitet. Und da gibt's Vereine die tun mehr, und welche, die tun weniger."
Patrick Owomoyela über den Kampf gegen Rassismus im Profi-Fußball

Mit Patrick Owomoyela sprechen wir über seine eigenen Rassismus-Erfahrungen im Profi-Fußball. Auf seinem Rücken wurde etwa zur WM 2006 eine Plakat-Schmutz-Kampagne der NPD ausgetragen. Überschrift: "Weiß – mehr als nur eine Trikot-Farbe". Rassismus gegen schwarze Fußballer in Deutschland gab es schon immer und gibt es bis heute. Aber nicht nur vonseiten rassistischer Pöbel-Fans: Selbst in der Sportberichterstattung mussten die Fußballer oft Alltagsrassismus erleben. Die Doku zeigt das auf eine sehr eindrückliche Weise. Ab dem 15. April ist sie auf Prime Video zu sehen, im Juni dann im ZDF, wir gucken gemeinsam rein.

Superheldinnen Kleidergröße 46

Auf Netflix haben wir uns außerdem "Thunder Force", die neue Actionkomödie von und mit Melissa McCarthy und Octavia Spencer angesehen. Beide spielen darin Frauen, die sich seit der Kindheit kennen, deren Leben aber völlig unterschiedlich verliefen: Emily (Spencer) ist heute erfolgreiche Wissenschaftlerin, Lydia (McCarthy) hat dagegen nicht wirklich was auf die Reihe bekommen. Als Lydia ihre alte Freundin in deren Labor besucht, injiziert sie sich tollpatschig versehentlich ein Serum, das ihr Superkräfte verleiht: Aus den beiden Frauen wird das Superheldinnen Duo "Thunder Force". Es folgen viel Slapstick und einige gute Ansätze. Die Chance, hier mal ein wirklich gutes Statement gegen Bodyshaming zu setzen, verpasst der Film aber leider.

Anna Wollner hat zum Film mit den beiden Hauptdarstellerinnen Melissa McCarthy und Octavia Spencer gesprochen, über ihre neuen Versionen zweier ganz anderer, noch nicht da gewesener Superheldinnen.