Während für viele Juden mit der Gründung eines eigenen Staates ein Traum in Erfüllung ging, brach für die Araber in Palästina eine Welt zusammen. Viele Tausend wurden vertrieben, verloren Hab und Gut und mussten fliehen. Damit begann auch der bis heute andauernde Nahost-Konflikt. 

Am 14. Mai 1948 zogen die letzten britischen Soldaten aus Palästina, dem ehemaligen Mandatsgebiet der englischen Krone, ab. Grundlage war die Entscheidung der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 27. November 1947, Palästina in einen arabischen und einen jüdischen Staat zu teilen. 

Eigener Staat nach Jahrhunderten der Diaspora

Jerusalem sollte dabei einen besonderen Status erhalten und unter UN-Verwaltung stehen. Am Tag des britischen Abzugs aus Palästina verlas der spätere Premierminister David Ben-Gurion die israelische Unabhängigkeitserklärung. Überall tanzten die Menschen auf den Straßen und Plätzen: Nach Jahrhunderten der Diaspora hatten die Juden nun endlich einen eigenen Staat. 

"Für viele Palästinenser ist dieses Rückkehrrecht - 'wir gehen da mal wieder hin' - durchaus ein feststehender Begriff, auch wenn die jüngeren Generationen wissen, dass das nicht passieren wird."
Tim Aßmann, Korrespondent in Israel

Während für die Juden in Palästina ein Traum in Erfüllung ging, brach für die Araber in Palästina eine Welt zusammen. Viele Tausend wurden vertrieben, verloren Hab und Gut und mussten fliehen. Die arabische Nachbarn erklärten noch in der Nacht der Unabhängigkeitserklärung Israel den Krieg. Es begann der bis heute andauernde Nahost-Konflikt, in dessen Mittelpunkt die Existenz des Staates Israel steht. 

Außerdem hört ihr noch in Eine Stunde History:

  • Suleiman Abu-Dayyeh ist Palästinenser, arbeitet für die Friedrich-Naumann-Stiftung in Ramallah und berichtet über die "Nakba" - die "große Katastrophe", die nach der israelischen Staatsgründung mit Flucht und Vertreibung von etwa 700.00 arabischen Palästinensern begann und bis heute andauert. 
  • Der Historiker Michael Wolffsohn plädiert im Nahost-Konflikt für eine bundesstaatliche Ordnung anstelle der "Zwei-Staaten-Lösung".
  • Der ARD-Korrespondent Tim Aßmann berichtet über die aktuelle Lage in den besetzten Gebieten.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld gibt einen kurzen Rückblick auf die Zeit der Diaspora der Juden nach den jüdisch-römischen Kriegen im ersten Jahrhundert nach Christus.