Männer haben es nicht leicht: Wenn ihre Frauen mehr verdienen, geht es ihnen nicht gut. Wenn die Partnerinnen gar kein Einkommen zum Haushalt beitragen, ist das aber auch nicht recht. Wann Männer zufrieden sind? Wenn die Damen ihrer Herzen rund 40 Prozent zum Einkommen beitragen. Zu diesen Ergebnissen ist jetzt eine Studie gekommen.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem psychischen Wohlbefinden von Männern und dem Einkommen ihrer Ehefrauen. Das hat die Psychologin Joanna Syrda in einer Studie festgestellt. Für ihre Untersuchung hat Joanna Syrda einen Datensatz der Panel Study of Income ausgewertet. Das ist eine US-amerikanische Befragung, die die Universität Michigan durchführt.

Für diese Studie wurden 6.000 heterosexuelle Paare in den USA befragt. Die Berichte über die psychologische Verfassung der Ehemänner hat die Forscherin dann mit dem Einkommen ihrer Frauen in Zusammenhang gesetzt und gemerkt, dass es eine Beziehung zwischen dem Stresslevel der Männer und dem Einkommen ihrer Frauen gibt.

"I just think it's interesting that that picture of men as breadwinning is so strong that research finds that it has an impact."

In der Befragung, deren Daten die Psychologin analysiert hat, mussten die Teilnehmenden einen psychologischen Fragebogen ausfüllen. Der ist standardisiert und wird für viele psychologische Studien genutzt. Darin werden viele Fragen zum Stresslevel und zum generellen Wohlbefinden der Teilnehmenden gestellt. Am Ende wird mit einem Schlüssel ausgerechnet, wie das generelle Wohlbefinden ist.

Traditionelle Rollenbilder in unseren Köpfen

Die Forscherin sagt auf der Website der Universität Bath, dass finanzielle Abhängigkeit eben auch oft damit einhergeht, dass diese Person dann weniger Verhandlungsstärke hat und im Falle der Scheidung schlechter dasteht. Das trifft natürlich auch auf Frauen zu. Die Psychologin geht davon aus, dass oft noch traditionelle Rollenbilder in unseren Köpfen sind.

Wenn eine Frau von Anfang an mehr verdient, stört es den Ehemann nicht

Wenn die Frau von Anfang an mehr verdient, hat es keinen Einfluss auf die psychische Gesundheit des Ehemannes, stellt Joanna Syrda fest. Allerdings weist die Psychologin auch daraufhin, dass ihre Studie sich auf die USA bezieht. In anderen Ländern könne die Situation aufgrund der zugrunde liegenden Kultur anders sein.