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Einzelkinder gelten als egoistischer, verwöhnter und dominanter als Menschen mit Geschwistern. In dieser Ab21-Folge sprechen wir mit einem Einzelkind darüber und prüfen die gängigen Klischees zusammen mit einem Psychologen auf ihren Wahrheitsgehalt.

"Als Kind dachte ich, dass ich keine Geschwister brauche. Aber jetzt ist niemand da, mit dem ich die Verantwortung und die Ängste und Sorgen teilen kann."
Nicola Erdmann über das Einzelkind-Sein

Den Streit um das letzte Stück Kuchen, den Zoff um das größere Zimmer oder den Zusammenhalt gegen den Rest der Welt – wer mit Geschwistern aufgewachsen ist, wird all das vermutlich kennen. Anders als Journalistin Nicola Erdmann. Sie hat keine geschwisterlichen Solidaritäts- oder Konflikterfahrungen gemacht; sie ist als Einzelkind aufgewachsen. Geschwister habe sie als Kind nicht vermisst, inzwischen sieht sie das aber anders.

Unterschiede zwischen Einzelkindern und Geschwistern

Wer unsere Persönlichkeit besonders prägt und welche Unterschiede zwischen Einzelkindern und Geschwisterkindern sich tatsächlich wissenschaftlich belegen lassen, erklärt der Psychologe Moritz Daum im Podcast. Von Pauschalisierungen rät er dabei ab.

"Es gibt nicht das Einzelkind. Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere, Lebenswelten und Situationen bei Einzelkindern wie bei Geschwistern."
Psychologe Moritz Daum über Einzelkinder und Geschwister

Wissenswertes über Einzelkinder:

  • Rund jedes vierte Kind in Deutschland lebt dem Statistischen Bundesamt zufolge alleine in einem Haushalt. Die Zahlen bedeuten jedoch nicht, dass diese Kinder keine Geschwister haben. So können diese beispielsweise schon ausgezogen sein oder erst in der Zukunft geboren werden. Deshalb ist es für Demografinnen und Demografen eher wichtig, wie viele Kinder eine Frau um Durchschnitt bekommt. Denn rückwirkend wissen Forschende auch, wie viele Frauen keine Kinder bekommen, wodurch sie das Verhältnis von Einzelkindern zu Geschwisterkindern bestimmen können. 2020 bekam eine Frau im Mittel 1,54 Kinder, mehr als jedes zweite Baby hatte zum Zeitpunkt der Geburt schon Geschwister. Die niedrigen Durchschnittswerte erklären die Forschenden damit, dass immer mehr Frauen keine oder später Kinder bekommen.
  • Zwischen Stadt und Land gibt es deutliche Unterschiede: In den Großstädten wachsen 30 Prozent der Kinder als Einzelkinder auf, auf dem Land sind es nur 24 Prozent.

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