Schon ein klein wenig Elektrosmog bringt Rotkehlchen völlig durcheinander. Da reicht schon die alltäglich vom Menschen produzierte Dosis. Dass die Wissenschaftler das überhaupt herausgefunden haben, war ein ziemlicher Glücksfall.

Der Wissenschaftler Henrik Mouritsen von der Uni Oldenburg ist sehr zufällig über das Problem gestolpert. Ursprünglich wollte er nur einen ganz alltäglichen Versuch zum Zugverhalten der Vögel machen. Allerdings haben die Rotkehlchen sich dann nicht so benommen, wie sie sich hätten benehmen müssen. Erst als die Käfige elektromagnetisch abgeschirmt wurden und nur noch das elektromagnetische Feld der Erde zu den Tieren durchdrang, benahmen sie sich wieder normal.

"Das war wie ein An-Aus-Schalter. Ohne Elektrosmog fanden sich die Vögel sofort wieder zurecht."
Henrik Mouritsen von der Uni Oldenburg

Die daraus resultierende These : Zugvögel werden erheblich von Elektrosmog gestört. So sehr, dass sie in Ballungszentren den Kontakt zum elektomagnetischen Feld der Erde verlieren und somit auch ihre Orientierung. Es wird sozusagen das Tiereigene Navigationsgerät ausgeschaltet.