Ein Mann ist groß, stark, selbstbewusst. Er strotzt vor sexueller Energie, weiß was er will und wie er es bekommt. Gefühle sind für ihn überflüssiger Ballast, es sei denn es geht um Fußball. So, jetzt machen wir die Klischee-Kiste zu. Wie ist es heute denn wirklich?

Müssen Jungs immer stark sein und einen großen Penis haben? Wo fängt Belästigung an? Über solche Fragen spricht Rick Reuther vom Bildungsverein Poika aus Wien mit jungen Männern. Angefragt werden die Pädagogen von Schulen, Jugendzentren und Sportvereinen. Rick ist (so heißt das in Österreich) "Bubenarbeiter" und zu Gast in Eine Stunde Liebe.

Männliche Emanzipation

Rick erklärt, wie die Jungs spielerisch die eigene Männlichkeit und Entwürfe von Männlichkeit reflektieren, welche Fragen zu Sex die Jungs stellen. 

"Viele Jungs werden noch immer so sozialisiert, Gefühle wegzustecken."

Oft dominieren bei männlichen Jugendlichen Vorbilder von Klischee-Rappern wie Kollegah oder Capital Bra.

"Wir überlegen mit den Jungs, ob stark sein auch was anderes sein kann, als Muskeln zu haben."
Rick Reuther, Bubenarbeiter, Verein Poika Wien

Rick erklärt, wie er in den Kursen andere Männlichkeitsentwürfe dagegen setzt und die Teilnehmer vielfältigere Männer-Bilder erarbeiten. 

Workshop zu kritischer Männlichkeit 

Paul und Luca sind beide Ende 20. Die beiden Studenten haben in Berlin einen mehrtägigen Workshop zu kritischer Männlichkeit besucht. Warum sie das gemacht haben und was sie dort gelernt haben, haben sie Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Lou Zucker verraten.

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