Anne Duchstein und Sebastian Haffner sind schon seit mehr als zwei Jahren auf Weltreise. Aber nicht allein zum Spaß - Sie haben Licht für Entwicklungsländer im Gepäck: Unterwegs installieren sie in abgeschiedenen Dörfern und bei bedürftigen Menschen Solaranlagen.

Kambodscha, Nepal, Laos, Vietnam... das ist nur eine kleine Auswahl der Länder, die Anne Duchstein und Sebastian Haffner schon bereist haben. Vor über zwei Jahren haben sie ihre Jobs gekündigt, die Wohnung aufgelöst, das Auto verkauft und sind auf Weltreise gegangen. Rückkehr? Keine Ahnung, meint Anne, es gibt noch kein Rückreisedatum. Im Moment genießen die beiden die Freiheit und ihre Arbeit unterwegs.

Solaranlagen für Bedürftige

Arbeit, das heißt ehrenamtliche Entwicklungshilfe: Anne und Sebastian bringen Licht in Entwicklungsländer. 2014 haben die beiden den gemeinnützigen Verein SunHelp International gegründet, um Menschen in abgelegenen Gegenden der Welt mit nachhaltiger Energie in Form von Solaranlagen zu versorgen. 70 Solaranlagen hat der Verein bereits installiert. Auf ihrer Weltreise wollen Anne und Sebastian selbst 100 Solaranlagen installieren, 51 davon haben sie schon geschafft. 

"Das ist die sinnvollste Arbeit, die wir bisher gemacht haben."
Sebastian Haffner, Weltreisender

Sprachbarrieren und Bürokratie machen die Arbeit manchmal ziemlich schwer. Und schon die Entscheidung, wo überhaupt Hilfe benötigt wird, ist gar nicht so einfach. Dank Zahlen der Weltbank zur Elektrifizierung wissen die beiden, welche Länder infrage kommen. Dort müssen sie dann aber lokale Kontakte aufbauen und mit örtlichen Hilfsorganisationen kooperieren. 

In ihrer Entscheidung verlassen die beiden sich letztendlich auf die Menschen vor Ort, denn die wissen am besten, wo die Solaranlagen am nötigsten gebraucht werden. Wenn möglich, setzen sie sie auf Schulen, damit möglichst viele Menschen profitieren. Wenn das nicht geht und Privathäuser versorgt werden, haben alleinerziehende Frauen und solche Menschen Priorität, die nicht selbst arbeiten können. Alte etwa oder Menschen mit Behinderung. 

Die Solaranlagen sind nur etwa so groß wie ein Laptop oder ein kleiner Tisch, erklärt Sebastian, der selbst Ingenieur im Bereich erneuerbarer Energien und spezialisiert auf Solaranlagen ist. Diese kleinen Anlagen können drei bis vier Lichter versorgen und halten etwa zehn Jahre. Lokale Kooperationspartner betreuen die Projekte nach der Installation weiter.

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Mit den Solaranlagen bringen Anne und Sebastian aber nicht nur Licht in das Leben von Bedürftigen. Die Effekte reichen noch weiter, erzählen sie: Zum Beispiel benötigen die Menschen so kein gesundheitsschädliches Petroleum mehr und sie sparen das Geld, das sie sonst für Energie ausgeben müssten. 

100% der Spenden gehen in die Solaranlagen

Ihre Reise finanzieren die beiden übrigens zu 100 Prozent selbst. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge, die an ihren Verein Sunhelp gehen, werden komplett in Solaranlagen gesteckt.

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