Veganer verzichten komplett auf tierische Eiweiße. Das Risiko für eine Mangelernährung ist dadurch höher. Allerdings sind Veganer in der Regel internetaffin, gut informiert und gehen regelmäßig zum Arzt und sorgen dadurch gut vor.

Eier, Fisch, Fleisch und Milchprodukte - all das kommt einem Veganer nicht auf den Teller. Er verzichtet auf tierische Eiweiße. Diese Form der Ernährung kann zu Mangelerscheinungen führen. Viele Veganer beugen dem vor, indem sie Vitaminpräparate und Spurenelemente wie Eisen zu sich nehmen.

"Veganer wissen sehr gut Bescheid, dass Veganismus mit einem Risiko behaftet ist, sie ersetzen die entsprechenden Vitamine - zum Beispiel B12, indem sie Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen."
Mark Lohmann, Institut für Risikoforschung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat untersucht, wie gesund die Ernährung von Veganern ist. Dafür haben sie 42 Veganer befragt, die seit mindestens einem Jahr vegan leben. Dabei hat sich gezeigt, dass Menschen, die sich bewusst vegan ernähren, sehr internetaffin und gut informiert sind. Sie gehen regelmäßig zum Arzt, um sich beraten zu lassen und Mangelerscheinungen vorzubeugen.

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Wer keine tierischen Produkte isst, muss darauf achten, einige Nährstoffe entweder über andere Lebensmittel zu sich zu nehmen, oder sie mithilfe von Tabletten oder Pulvern einzunehmen. Wissenschaftler erforschen noch die Ursache von Mangelerscheinungen und Krankheiten bei Veganern. Bisher gibt es nur wenig Studien zu ihrer Ernährung.

Deswegen gibt es auch nur Annahmen darüber, welche Blutwerte Veganer im Auge behalten müssen. Und was davon sie extra einnehmen sollten. Vitamin B12 ist fast nur in tierischen Produkten enthalten, deswegen ist es in diesem Fall auch klar. Weitere Spurenelemente, die als wichtig gelten, sind:

  • Eisen
  • Calcium
  • Jod
  • Zink
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"Veganer gehen regelmäßig zum Arzt, um ihre Blutwerte zu untersuchen im Hinblick auf den Vitamin- und Mineralstoffstatus."
Mark Lohmann, Institut für Risikoforschung

Veganer informieren sich auf Internetforen und in Facebookgruppen und diskutieren dort über Ernährungsfragen. Besonders während einer Schwangerschaft und der Stillzeit danach, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. "Das ist eine sehr kritische Lebensphase und hier besteht auf jeden Fall Kommunikationsbedarf und Informationsbedarf aufseiten der Veganer, die nicht genau wissen, was sie supplementieren müssen", sagt Mark Lohmann vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

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