Vermutlich wurde euch auch schon einmal ein Fahrrad geklaut. Verdammt ärgerlich ist das. Ihr könnt aber euer (nächstes) Fahrrad codieren lassen. Unsere Reporterin Anke van de Weyer weiß, wie das funktioniert. Außerdem hat sie noch mehr Tipps.

Die Codierung soll helfen, das Fahrrad besser gegen Diebstahl zu sichern. Das Prozedere kostet zwischen 10 und 15 Euro. Manche Städte veranstalten auch Codierungs-Aktionen. Ansonsten geht ihr direkt zur Polizei.

Mit der Codierung wird jedes Fahrrad einer bestimmten Person zugewiesen. In dem Code ist der Wohnort des Inhabers enthalten sowie Stadtteil, Straße, Hausnummer und die Initialen des Eigentümers. Die Codierung wird in den Rahmen eingraviert. Möglichst an prominenter Stelle, aber ohne den Rahmen zu beschädigen.

Codierung geht schnell und kostet unter 15 Euro

Die Codierung hat gegenüber der Rahmennummer auf dem Fahrrad den Vorteil, dass sie personengebunden ist. Außerdem haben ältere Fahrräder teils keine Rahmennummern, so unsere Reporterin Anke van de Weyer. "Oder komplette Serien haben die gleiche Rahmennummer."

"Bei älteren Fahrrädern gibt es manchmal keine Rahmennummern."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Mit der Codierung ist es für die Diebe schwieriger, die Fahrräder weiterzuverkaufen. Käufer sehen die Codierung und wollen vermutlich einen richtigen Kaufvertrag abschließen. Auch ist es schwieriger, auf dem Flohmarkt gleich fünf codierte Fahrräder zu verkaufen, wenn die Diebe keine Kaufverträge vorlegen können.

Was braucht ihr für die Codierung?

Falls ihr zur Codierung geht, am besten die Rechnung mit Rahmennummer plus Personalausweis mitnehmen. Falls ihr keine habt, dann könnt ihr eine Eigentumserklärung aufsetzen. Auf der Webseite des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs gibt es Vorlagen dafür. Der ADFC schickt diese zur Überprüfung an die Polizei. Falls alles korrekt ist, könnt ihr euer Fahrrad dann codieren lassen.

Die Codierung soll Diebe abschrecken. Wichtig ist es aber auch, das Fahrrad nicht nur ab-, sondern auch anzuschließen. Auch ein gutes Schloss ist sinnvoll: Es gibt zwar kein Schloss, das nicht geknackt werden kann, aber es gibt Schlösser, da ist das Klauen aufwendiger. Das macht den Diebstahl schwieriger. "Gut sind stabile Bügelschlösser und Ketten", sagt Anke van de Weyer.

"Nicht zu empfehlen sind diese Spiralschlösser mit Plastikummantelung, die hat man in wenigen Sekunden durchgeknipst."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Falls das Fahrrad dann doch geklaut wird, hilft eine Versicherung, die zumindest den Schaden deckt. Solche Versicherungen lohnen sich vor allem bei teuren Rädern. Häufig ist das Rad auch über die Hausratversicherung abgedeckt. Da ist es wichtig, den Vertrag zu prüfen. Manchmal gilt der Versicherungsschutz nur, wenn das Fahrrad im Haus abgestellt wurde.