Alles schläft? Einsam wach! Weihnachten und Silvester sind für den Schlafrhythmus eine echte Zumutung. Schlafexpertin Christine Blume weiß, wie es trotzdem klappt. Die schlechte Nachricht: frühes Aufstehen gehört dazu.

Für die Schlafexpertin Christine Blume ist die schlechte Schlaftaktung nach den Feiertagen ein kleiner Jetlag. Die äußeren Bedingungen sind wie gemacht für Probleme: Die Sonne geht spät auf, die Tage sind kurz und das Wetter ist trüb. Außerdem war das Essen vielleicht schwer – Stichwort Raclette – und alkoholische Getränke stets nur eine Armlänge entfernt. So fällt das Aufstehen im Winter besonders schwer. 

"Die Feiertage sind eine gefährliche Zeit für den Schlaf-Wach-Rhythmus. Um uns herum passiert nichts. Die Geschäfte haben geschlossen, alle Kollegen sind auch mehr oder weniger im Winterschlaf."

Wenig künstliches Licht kann hilfreich sein

Am besten würde eine Normalisierung des Schlafens in einer Umgebung ohne künstliche Lichtquellen funktionieren. Freizeit trägt ihrer Ansicht nicht entscheidend zu einem ungünstigen Schlaf-Wach-Rhythmus bei. Im Winter helfen ihrer Ansicht nach drei Dinge:

  • Zu einer normalen Zeit aufstehen
  • Abends nicht zu lange wach bleiben
  • Tagsüber möglichst viel Licht tanken
Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Unter Twitter-Nutzern wird diskutiert, was denn nun ein ganzer Monat Freizeit mit dem Schlafrhythmus anstellen würde, wenn bereits wenige Tage problematisch sind. Christine Blume ist nicht der Ansicht, dass ein ganzer freier Monat den Schlafrhythmus völlig durcheinander bringen würde. Ein durchschnittlicher Mensch würde zu jeder anderen Jahreszeit ein bisschen Schlaf nachholen, vermutete die Schlafexpertin. Dann würde sich der Rhythmus einpendeln – auf täglich circa acht Stunden.

Mehr zum Thema Schlaf bei Deutschlandfunk Nova:

  • Besser schlafen, besser aufwecken: Aufwecken - aber bitte behutsam | Aufwaaaaacheeeen! Kaffeeduft, Schockalarm, Lichtdusche: Beim Wecken am Morgen hat jeder eine eigene Methode. Aber auch hier hilft ein bisschen Planung und Geduld.
  • Bienen: Auch die Fleißigsten brauchen Schlaf (2014) | Im Bienenstock sind die Aufgaben streng geregelt. Es gibt einen Innen- und Außendienst. Die jeweilige Berufsgruppe entscheidet auch über den Schlafplatz. Und nicht nur das: auch darüber wie die Biene schläft.
  • Regeneration: Täglich fünfmal 90 Minuten schlafen | Fußballstar Cristiano Ronaldo schläft meistens fünfmal am Tag jeweils 90 Minuten. Er liegt dabei in Embryohaltung, immer in einem frisch bezogenen Bett. Er folgt danach den Ratschlägen von Schlafcoach Nick Littlehales, der davon überzeugt ist, dass der gewöhnliche Acht-Stunden-Schlaf in der Nacht zu einem Tief am Mittag führt. Wir haben es ausprobiert.