Plötzlich tauchen überall auf den Laufstegen Jacken und Hoodies aus Fleece auf. Sie sind zum Modetrend geworden. Wem aber Umweltschutz wichtig ist, der sollte besser nicht mitmachen. Oder einen Trick anwenden.

Wer in diesem Herbst im Trend sein will, greift zum Fleece. "Zu outdoorig sollte das ganze aber nicht sein", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke van de Weyer. Was zum Beispiel gut geht: ein übergroßer Pulli aus Fleece, den man schon irgendwo in der Ecke rumfliegen hat - so in der Art hat es auch das italienische Modelabel Tod's auf dem Laufsteg präsentiert. Beim dänischen Label Ganni gibt es Westen aus Fleece. Manche Fleece-Hoodies kosten allerdings direkt mal 700 Euro.

"Als Faustregel kann man sagen: Nicht mehr als ein Outdoor-Teil pro Outfit."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Man muss aber nicht zum Designer-Stück greifen. "Im Prinzip kann man sich schon bei den üblichen Outdoor-Marken bedienen", sagt Anke. Allerdings sollte man darauf achten, dass es nicht so aussieht, als sei man gerade beim Bergsteigen.

Anke empfiehlt: Nicht mehr als ein Outdoor-Teil pro Outfit. Also lieber das sommerliche Kleid und schicke Schuhe mit dem Fleece kombinieren als eine Funktionsleggings.

Mikroplastik aus Fleece belastet die Umwelt

Fleece-Stoff ist seit Jahren bei Wanderern und Sportlern beliebt, weil er atmungsaktiv, wärmeisolierend und wasserabweisend ist. Längst hat er sich auch für den städtischen Alltag durchgesetzt, und man sieht ihn überall im Handel.

Das Problem: Beim Waschen gibt Fleece Mikroplastik ans Wasser ab, das in unsere Gewässer gelangen kann. Das Beste für die Umwelt ist also tatsächlich: keinen Fleece kaufen.

Forscher arbeiten derzeit an natürlichen Fleece-Materialien auf der Basis von Holz, deren Abrieb sich zersetzt. Bis es so weit ist, könnte für alle, die nicht auf den Fleece-Trend verzichten wollen, ein Waschbeutel eine Alternative sein. Der verspricht, das Mikroplastik beim Waschen in der Maschine aufzufangen, sodass man es im Restmüll entsorgen kann. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Kerstin Ruskowski stellt so einen Wäschebeutel in Folge 5 ihrer Zero-Waste-Challenge vor.