Am 27. April ist der "World Disco Soup Day" oder "Schnippeldiskotag". Auf über 100 Partys weltweit wird an diesem Tag nicht-markttaugliches Obst und Gemüse geschnitten und daraus Suppe gekocht. Dazu wird gefeiert, getanzt oder es gibt Livemusik. Initiatorin des Ganzen ist die internationale Jugendinitiative "Slow Food Youth Network".

Die Partys sollen beweisen, dass der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung auch Spaß machen darf, sagt Louise Duhan, Koordinatorin des Slow Food Youth Network für Deutschland. Veranstaltungen gibt es hier unter anderem in Lüneburg, Bremen, Stuttgart, Lübeck und Fulda.

"Die Schnippeldisko ist eine kulinarische Protestaktion."
Louise Duhan, Koordinatorin des Slow Food Youth Network für Deutschland
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Die Aktivistinnen und Aktivisten sammeln Erntereste von Landwirten, die nicht in den Handel kommen, weil sie zu groß, zu klein oder zu krumm sind. Außerdem verwenden sie Reste aus Supermärkten oder vom Wochenmarkt, die im Abfall landen würden.

2012 in Berlin entstanden

Die Idee zur Schnippeldisko ist in Berlin entstanden. 2012 hat dort die erste Veranstaltung dieser Art stattgefunden, damals im Rahmen der "Wir haben es satt“-Demonstrationen mit rund 200 Teilnehmern und rund 700 Kilo Gemüse. Die Zahlen sind gestiegen: Im Januar 2019 zog die Disko im Rahmen der Demo schon rund 1500 Teilnehmer an, die 2,5 Tonnen Gemüse verschnippelt haben.

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Was geschnippelt wird, ist saisonal unterschiedlich und länderabhängig, erklärt Louise. Im Januar gibt es in Deutschland zum Beispiel eine große Gemüsesuppe, im Sommer eher Salat. In Ländern, in denen es tropische Früchte gibt, würden dagegen häufig auch Smoothies hergestellt.

Inzwischen weltweit erfolgreich

Am 27. April gibt es Schnippeldiskos in knapp 40 Ländern. Rund 100 Veranstaltungen sind angemeldet. Auf vielen Kontinenten sind die Aktionen mit weiteren Aktionen oder Kampagnen verbunden. Und jeder Kontinent hat einen eigenen Fokus: In Asien ist es 2019 etwa die Biodiversität, in Afrika die Ernährungssouveränität. In Europa liegt der Fokus auf der kommenden Europawahl und der Frage "Was ist europäische Agrarpolitik?"

Und warum wird beim Schnippeln getanzt? Weil Slowfood und Tanzen super zusammenpassen, sagt Louise.

"Slowfood und Tanzen haben viel mit Genuss zu tun. Beides sollte ein gemeinschaftliches Event sein, das man zelebriert."
Louise Duhan, Koordinatorin des Slow Food Youth Network für Deutschland
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