Eine Gesundheitsstudie mit dem Namen "Nationale Kohorte" hatte Schwierigkeiten freiwillige Teilnehmer zu finden. Die Studie wurde inzwischen in "Nako" umbenannt und untersucht die Entstehung von chronischen Krankheiten.

Die Gesundheitsstudie "Nako" soll die größte Deutschlands werden. Seit 2014 werden 200.000 Teilnehmer gesucht, die über fünf Jahre begleitet werden sollen. Zufällig ausgewählte Personen haben einen Brief erhalten, in dem sie gefragt wurden, ob sie an der "Nationalen Kohorte" teilnehmen wollen. Die Forscher waren überrascht über die geringe Zahl der Antworten.

Viele der Angeschriebenen dachten wohl, dass ein nationalistisch gesinnter Auftraggeber hinter der Studie steht. Andere assoziierten mit dem Namen "Nationale Kohorte" die römischen Kampfverbände aus Asterix und Obelix.

Erforschung von Krebs, Diabetes, Demenz und Depression

Anfang 2016 wurde die Studie in "Nako" umbenannt. Seitdem erhalten die Forscher auch mehr positive Reaktionen auf ihren Brief. Bis 2018 wird die Suche nach 200.000 Frauen zwischen 20 und 69 Jahren fortgesetzt. Wer sich für die Studie anmeldet, wird zur Basisuntersuchung in eins der 18 bundesweiten Studienzentren geschickt.

Familiäre Vorerkrankungen, Gewohnheiten und chronische Krankheiten

In der dreistündigen Untersuchung wird abgefragt, ob die Probanden beispielsweise rauchen oder trinken, wie es um familiäre Vorerkrankungen steht und wie sie sich ernähren. In körperlichen Tests wird, unter anderem, die Lungenfunktion und die Konzentration getestet. Nach zwei bis drei Jahren werden die Teilnehmer per Fragebogen oder telefonisch befragt und nach vier bis fünf Jahren gibt es eine Abschlussuntersuchung. Die Studie erforscht die Entstehung von weitverbreiteten chronischen Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz und Depression.