Bis heute wird der Name Fugger nicht nur in Augsburg mit dem Begriff der Globalisierung gleichgesetzt. Diese Ausgabe von Eine Stunde History dreht sich um den Beginn der Moderne im 16. Jahrhundert, als neue Seewege den globalen Handel erleichterten.

1493 wird Anton Fugger in Augsburg geboren, 33 Jahre später übernimmt er das Handelshaus der Fugger von seinem Onkel Jakob. Anton Fugger erweitert die Geschäftsbeziehungen des Unternehmens nach Südamerika und Westindien, er unterstützt die römisch-deutschen Kaiser Karl V. und Ferdinand I., geht im Hause der Habsburger ein und aus. Gleichzeitig verändert er die Geschäftsfelder des Hauses Fugger und vergrößert den Grund- und Herrschaftsbesitz. 

"Die Welt, in der wir heute leben, ist geprägt von einer Ökonomie des Archipels. Die Realität der globalisierten Welt besteht aus einer Kette von Inseln des Wohlstandes und des Reichtums, die aus einem Meer des Elends herausragt."
Jean Ziegler, Soziologe und Berater des UN-Generalsekretärs

Bis heute wird der Name Fugger nicht nur in Augsburg mit dem Begriff der Globalisierung gleichgesetzt. Durch die Entdeckung des Seeweges nach Indien durch Vasco da Gama 1497 wurde der globale Handel einfacher. Heute ist dieser Prozess so weit fortgeschritten, dass Waren aus so genannten Billiglohn-Ländern die Märkte in den Industriestaaten überschwemmen. Sie sorgen hier für billige Produkte und dort für Armut und Elend.

Außerdem hört ihr noch in Eine Stunde History: 

  • Franz Karg, Archivar der Fugger-Stiftung, über die Bedeutung von Jacob und Anton Fugger für die Geschichte des Familienunternehmens 
  • Alexander Graf Fugger-Babenhausen, ist einer der Nachfahren, berichtet über das Leben mit dem Namen "Fugger"
  • Für Jean Ziegler, Soziologe und Berater des UN-Generalsekretärs, ist die globalisierte Welt eher eine Welt der Archipele, die als Wohlstandsinseln von einem Meer des Elends und der Armut umgeben sind
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld schildert den Beginn der Moderne im 16. Jahrhundert, als neue Seewege den globalen Handel erleichterten.

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