Es ist eines seiner wichtigsten Wahlversprechen: US-Präsident Trump will eine Mauer zwischen den USA und Mexiko hochziehen. Acht Unternehmen haben acht Prototypen aufgestellt, und Trump kommt gucken. Wer für die Mauer zahlt, ist noch unklar, sagt unsere US-Korrespondentin Katharina Wilhelm.

US-Präsident Donald Trump macht sich auf ins Niemandsland zwischen den USA und Mexiko. Er hatte im Wahlkampf versprochen, eine Mauer zu errichten - gegen die illegale Einwanderung und gegen den Drogenschmuggel.

Trump hat den Schutzwall versprochen

Acht Firmen haben acht unterschiedliche Prototypen entworfen und an der Grenze aufgebaut. Die präsentierten Mauerabschnitte sind zwischen fünf und zehn Metern hoch und rund zehn Meter lang, sagt unsere Korrespondentin Katharina Wilhelm. "Das sind riesige Gebilde in der Landschaft. Das sieht völlig absurd aus."

An der Grenze zwischen den USA und Mexiko wurden Mauerabschnitte aufgestellt. Sie sind Prototypen für die von den USA geplante Mauer (19.01.2018)
© Xinhua | Imago
Die Prototypen sind bis zu zehn Metern hoch. Teils aus Beton, teils aus Stahl. Mal mit, mal ohne Stacheldraht.

Wer die versprochene Mauer zahlen soll, ist noch unklar. Der US-Präsident wollte eigentlich, dass Mexiko dafür aufkommt. Doch das Nachbarland hat klar gemacht, dass es die Mauer nicht finanzieren wird. Mit seinem Besuch vor Ort will Trump noch einmal deutlich machen, dass er dennoch die Mauer will.

"Das ist eine Art PR-Termin. Trump möchte noch mal feststellen: Ich hatte diese Idee und ich verfolge sie nach wie vor. Ich möchte diese Mauer bauen."
Unsere US-Korrespondentin Katharina Wilhelm

Momentan sieht es so aus, dass die US-Steuerzahler für die Mauer zahlen und Trump das Geld irgendwie anders wieder reinholen will. Zum Beispiel hat er vorgeschlagen, eine Steuer auf Überweisungen von US-Mexikanern nach Mexiko zu erheben. Viele Mexikaner, die in den USA leben und arbeiten, überweisen Geld an ihre Verwandten.

Proteste gegen Trumps Mauerschau

An den Mauerplänen Trumps gibt es reichlich Kritik. Vor dem Besuch des US-Präsidenten gingen in der grenznahen Stadt San Diego Demonstranten auf die Straße: Sie wollen keine Mauer. Doch es gibt auch Stimmen dafür.

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