Halsbänder mit GPS-Trackern für Haustiere sind ein Milliardengeschäft. Die Tracker sind aber nicht nur was für Kontrollfreaks. Sie sind durchaus hilfreich.

Mit Hilfe von GPS-Trackern und und speziellen Apps überwachen manche schon länger ihren Fitness- und Gesundheitszustand. Aber auch der Markt von GPS-Trackern für Hunde und Katzen boomt, schreibt das Marketing-Blog OMR in einem Artikel.

Um sein Haustier zu überwachen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit ist ein Peilsender, der am Halsband des Haustiers befestigt wird. Der hat den Vorteil, dass er klein und leicht ist. Außerdem hat der Peilsender eine ziemlich lange Akkulaufzeit und es fallen keine monatlichen Kosten an, weil keine SIM-Karte benötigt wird. Per App können dann die Bewegungen des Tieres auf einer Karte verfolgt werden. Der Nachteil: Die Sender haben nur eine Reichweite von 500 Metern. Katzen auf dem Land haben aber oft einen weitaus größeren Bewegungsradius. Da würde ein Peilsender nicht reichen.

Haustier-Fitnessdaten per GPS

Wesentlich größer ist die Reichweite eines GPS-Trackers. Damit könnt ihr euren Hund oder eure Katze auch tracken, wenn die zum Beispiel am anderen Ende der Welt herumlaufen würden - sofern dort Satelliten das Signal empfangen können. Im Gegensatz zum Peilsender funktioniert der GPS-Tracker mit einer SIM-Karte. Die wird in den GPS-Tracker gesteckt, der in einem kleinen Kästchen verbaut ist, das mit dem Halsband am Tier befestigt wird. Das Kästchen ist aber größer und schwerer als der Peilsender.

Über die SIM-Karte funkt das Tier dann permanent GPS-Daten, die dann fast in Echtzeit über die dazugehörende App abgerufen werden können. Es werden aber nicht nur Standortdaten übermittelt, sondern auch Aktivitätsdaten. Besitzerinnen und Besitzer können also sehen, wann das Tier schläft, ob und wie schnell es sich bewegt.

Mehr Daten - weniger Akku

Über einen längeren Zeitraum lassen sich aus diesen Daten zum Beispiel die durchschnittlichen Schlaf- oder Ruhezeiten und Aktivitätsphasen ermitteln. Nachteil ist allerdings: Die GPS-Tracker haben eine deutlich geringere Akkulaufzeit als die Peilsender.

Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil, findet Lea Schmitz, Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes. Denn mit Hilfe der Tiertracker könne die Zahl der 164.000 Katzen und 90.000 Hunde in deutschen Tierheimen vielleicht reduziert werden.

"So ein Trackinggerät kann natürlich hilfreich sein. Also wenn der Hund sich mal losreißt und einem Kaninchen hinterher jagt, dass man ihn einfach schnell selbst wieder auffinden kann und ihn im besten Falle gar nicht erst als vermisst melden muss."

Im Deutschlandfunk hat Lea Schmitz gesagt, dass ein Trackinggerät hilfreich sein kann, wenn Hunde sich losreißen oder Katzen über Tage nicht nach Hause kommen. Die Besitzerinnen und Besitzer könnten die Tiere dann selber wiederfinden und müssten sie nicht erst vermisst melden.