Es ist ein Experiment: Mit nichts als einer Unterhose bekleidet, ausgesetzt in einem Wald, ohne Geld, ziehen Fabien und David los, um Menschen um Hilfe zu bitten. Sie berichten, wie es ihnen dabei ergangen ist.

Im August 2016 haben sich Fabien Matthias und David Bittl in einem Wald bei Berlin von Freunden "aussetzen lassen". Kein Geld und mit nichts als Schuhen und Unterhosen bekleidet – machen sich die beiden auf den Weg. Ihr Ziel: herausfinden, wie hilfsbereit Menschen sind. Dabei wollen sie nicht nur Almosen sammeln, sondern für die Spenden wie T-Shirt, Hose oder Essen auch etwas leisten. 

Vertrauen und gute Gespräche

Bei ihrer ersten Experiment-Reise haben sie als erstes jemandem geholfen, im Garten schwere Steine wegzutragen. Nach wenigen Kilometern hatten die beiden 23-Jährigen so viele hilfsbereite Menschen getroffen, dass sie wieder komplett angezogen waren. Tatsächlich haben sie es auf diese Art und Weise geschafft, innerhalb von 27 Tagen bis nach Südfrankreich zu kommen.

"Bei der ersten Reise waren wir innerhalb von wenigen Kilometern komplett bekleidet. Bei der zweiten hat es einen ganzen Tag gedauert. Da haben wir die erste Nacht in Unterhose bei Leuten verbracht."
David Bittl teste in Unterhose die Hilfsbereitschaft der Menschen

Die beiden waren so begeistert von ihrem ersten Experiment, dass sie sich in diesem Jahr noch einmal auf den Weg gemacht haben – nur in Unterhosen. Ziel war dieses Mal Schottland. Doch nicht immer klappt es so gut mit der Hilfsbereitschaft. Bei der zweiten Reise mussten sie sogar die erste Nacht nur in Unterhosen überstehen. 

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