Intermittierende Fasten ist das nächste Große Ding unter den Diäten. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Verena von Keitz über Risiken und Nebenwirkungen des Fastens.

Seit einiger Zeit propagieren immer mehr Menschen, gerade CEOs von Tech-Firmen im Silicon Valley, das so genannte intermittierende Fasten. So auch der Investor und ehemalige CEO des Unternehmens Evernote, Phil Libin. Er fastet immer ein paar Tage und dann isst er wieder normal. Damit hat er nicht nur 40 Kilo abgenommen, sondern fühlt sich, wie er sagt, geistig total leistungsfähig und euphorisch.

Intermittierendes Fasten ist ein Google-Hit

Das intermittierende Fasten kriegt immer mehr Zulauf. Das Magazin Bloomberg berichtet, dass sich die Google-Suchanfragen nach dieser Methode in den vergangenen drei Jahren verzehnfacht haben. Inzwischen haben sie anscheinend auch die Suchanfragen nach "Diät" übertroffen. Viele Firmen bringen darum Apps und Produkte auf den Markt. Die sagen dem Nutzer, wann er wie lange nichts essen soll. Es gibt nämlich verschiedene Varianten des Fastens, etwa die, einen Tag lang normal zu essen und am nächsten komplett zu fasten. 

"Es ist nicht viel bekannt über das richtige Maß des Fastens und mögliche Langzeitfolgen."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk Nova

Aber ist das denn wirklich gesund mit diesem Hin und Her von Essen und Nichtessen? Eine klare Antwort gibt es da noch nicht. Versuche an Tieren deuten darauf hin, dass eine regelmäßige Reduzierung der Kalorienaufnahme das Leben verlängern kann. Auch scheint die Methode Diabetes vorbeugen zu können. Allerdings gibt es bisher nur wenige Studien an Menschen, sagt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Mögliche Nebenwirkungen

Je nachdem, wie sehr man fastet, kann so ein Essverhalten schon eine Belastung für den Körper sein und es kann möglicherweise zu Essstörungen führen. Und auch Phil Libin sagt, für ihn funktioniere das intermittierende Fasten super, aber jemandem der dünn ist würde er es nicht empfehlen. 

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