Gottfried Weeger ist Käsesommelier, eine Bezeichnung, die nur tragen darf, wer eine spezielle Ausbildung absolviert hat. Er erklärt uns, wie wir ohne großen Aufwand eine perfekte Käseplatte zaubern.

Die Ausbildung ist eine Art Intensivkurs, mindestens 14 Tage am Stück, der mit einer Prüfung zum Sommelier-Diplom abgeschlossen wird. Einige Jahre Erfahrung in der Käsebranche sollte man schon mitbringen, rät Gottfried Weeger.

Denn ein Käsesommellier muss einiges wissen, muss sich zum Beispiel auch mit Chemie auskennen, mit der Zusammensetzung der verschiedenen Käse- und Milchsorten. Außerdem steht Käsekunde nach verschiedenen Ländern auf dem Plan.

"Der älteste Käse ist angeblich 30 Jahre alt – den würde ich aber nicht mehr essen, da kannst Du auch in ein Stück Kernseife beißen."
Gottfried Weeger Käsesommelier

Sein Tipp für die richtige Zusammenstellung eines Käsetellers: Auf der 12 Uhr mit der mildesten Sorte anfangen – dann durchgehen bis zum kräftigsten Käse. Den Beginn könnte zum Beispiel ein Südtiroler Bauernkäse machen, dann weiter mit einem Ziegenschnittkäse und zum Schluss ein Blauschimmelkäse aus Italien – aus Büffelmilch! Dazwischen was zum Neutralisieren: Brot, Traube, Nüsschen.

Keine Angst vor Schimmel!

Wichtig: Darauf achten, dass der Käse nicht zu kalt ist. Darum sollte man ihn eine halbe Stunde vorm Essen aus dem Kühlschrank nehmen. Dazu passt ein halbtrockener Rotwein oder ein frischer Weißwein, Fruchtsaft geht auch.

Keine Angst vor Schilmmel! Blau und Weißschimmel is gewollt. Und rote Pünktchen können ein Zeichen dafür sein, dass der Käse top ist, zum Beispiel beim Taleggio.