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Viele von uns erinnern sich noch ziemlich genau an die Zeit in der Fahrschule. Doch auch wir bleiben den Fahrlehrenden manchmal im Gedächtnis. Ein Fahrlehrer verrät, was er schon Kurioses erlebt hat.

Im Schnitt verbringt Marcel Matthäi etwa dreißig bis vierzig Fahrstunden mit jedem Fahrschüler und jeder Fahrschülerin. So lange dauert es ungefähr, bis sie für die praktische Fahrprüfung bereit sind, so der Fahrlehrer aus Nürnberg. Er hat schon einiges erlebt in den mehr als zehn Jahren Berufspraxis.

Drei verrückte Geschichten aus der Fahrschule

1. Der Fahrschüler mit den meisten Fahrstunden:

An einen Fahrschüler erinnert sich Marcel Matthäi besonders gut. "Ich denke da an Felix, der mit 118 Fahrstunden ein etwas schwieriger Fall war. Da dachte ich manchmal: 'Mensch, das haben wir doch schon ein-, zwei-, drei- oder zigmal geübt", so der Fahrlehrer.

Mit viel Geduld und Ruhe seinerseits habe Felix die praktische Prüfung dann beim zweiten Anlauf bestanden, erzählt Marcel Matthäi. Felix schien die hohe Zahl an Fahrstunden nicht abzuschrecken. Er kam wieder in die Fahrschule und machte noch den Anhängerführerschein, sagt der Fahrlehrer.

"Ich war nur sehr überrascht, dass er nochmal kam. Wir haben dann nochmal 55 Stunden miteinander verbracht."
Fahrlehrer Marcel Matthäi über seinen Fahrschüler

2. Die brenzligste Situation:

Fahrlehrende würden beinahe täglich mehr oder weniger brenzlige Situationen erleben, meint Marcel Matthäi. Meist reiche es aus, einen Schritt weiterzudenken als die Schüler und Schülerinnen. Doch einmal passierte etwas, womit der Fahrlehrer selbst nicht gerechnet hatte.

"Meine schlimmste Situation war, als eine Schülerin einer Taube ausgewichen ist", erinnert er sich. "Die Fahrschülerin hat die Augen zugemacht und das Lenkrad nach links gerissen. Ich habe versucht noch in das Lenkrad reinzugreifen und mir gedacht: 'Gott, was machst du?' – und konnte es wieder rumreißen", sagt Marcel Matthäi. "Wenn da jemand entgegengekommen wäre oder wenn uns jemand in diesem Moment überholt hätte, dann wäre das richtig, richtig eng gewesen."

3. Die traurigste Situation in einer Prüfung:

Eine Prüfung ist Marcel Matthäi besonders im Gedächtnis geblieben, denn sie geschah als die Prüfung eigentlich schon beinahe vorbei war. "Die Fahrschülerin wäre fast voll in einen Bordstein gefahren. Das war vor einer Verkehrsinsel in der Mitte einer Straße. Die sind oft an Ortseingängen um den Verkehr zu verlangsamen", erklärt er.

"Sie hätte leicht nach links fahren müssen, doch sie hat nichts gemacht und ist einfach stur geradeaus gefahren. Als ich versucht habe ins Lenkrad zu greifen, habe ich den Scheibenwischerhebel abgebrochen. Dann hat außen das Wasser gespritzt, innen hat sie geweint und die Prüfung war vorbei", erinnert sich der Fahrlehrer.

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