Mücken empfinden wir als lästig, keine Frage. Doch was bisher unangenehm war, könnte immer gefährlicher werden: Tropische Mückenarten wie die Asiatische Tigermücke breiten sich auch in Deutschland immer stärker aus. Und sie können potenziell Krankheiten übertragen.

Eingeschleppt werde die Tigermücke aus den südlichen europäischen Ländern, sagt die Biologin Doreen Werner. Mittlerweile gebe es etablierte Populationen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und auch in Berlin.

Tigermücke ein gefährlicher Krankheitsübertrager

In Deutschland gibt es über 50 verschiedene Stechmückenarten. Die Gefährlichkeit einer Mücke werde dadurch bestimmt, welche Krankheitserreger sie nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben kann, sagt Doreen Werner. Von der Tigermücke ist bekannt, dass sie weit über 20 Krankheitserreger übertragen kann, wie zum Beispiel das Dengue oder Chikungunya-Virus.

"Es ist bekannt, dass die Tigermücke weit über 20 Krankheitserreger übertragen kann, wie zum Beispiel das Dengue oder Chikungunya-Virus."
Doreen Werner, Biologin

Die Tigermücke ist eine sehr kleine Mücke, die sehr aggressiv sein kann, sagt die Biologin. Als Laie eine Tigermücke zu erkennen, sei aber ziemlich schwierig. Dennoch wird gebeten, bei Verdacht einzelne Exemplare einzuschicken, um die Mücke genauer zu bestimmen und letztlich eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.

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Idealerweise sollte man die Mücke mit einem Gläschen einfangen und über Nacht im Gefrierfach aufbewahren. Dadurch werde die Mücke abgetötet. Am nächsten Tag könne das Insekt dann zum Beispiel in einer Streichholzschachtel oder einem Döschen mit dem Einsendeformular eingeschickt werden.

Mücken wichtig für unser Ökosystem

So lästig Mücken auch sein können, die Insekten sind immens wichtig für unser Ökosystem, sagt Doreen Werner. Schließlich seien sie die Nahrungsgrundlage für Vögel, Fledermäuse und andere Reptilien und Amphibien. Ohne die Mücken hätten wir ein Riesenproblem.

"Die Tigermücke ist erst mal nur eine lästige kleine Mücke, ein nerviger Blutsauger. Sie wird nur dann gefährlich, wenn sie sich selbst infiziert."
Doreen Werner, Biologin