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Sind Nacktbilder auf Instagram ein Akt der Selbstermächtigung oder steckt etwas ganz anderes dahinter? In der Ab 21-Sendung erzählen Laurel und Jule, wie andere darauf reagieren, wenn sie sich (halb) nackt auf der Plattform zeigen.

"Ich kann einfach nackt sein und das hat nichts mit Sex zu tun, weil es einfach in dem Moment mein Körper ist."
Jule über Nacktheit auf Instagram

"Du musst dich ja nicht wundern, wenn kein Mann dich möchte, wenn du dich so im Internet zeigst." Solche Vorwürfe muss sich Jule immer wieder anhören, wenn sie sich ab und zu mal freizügig auf Instagram zeigt. Die eine finden ihre Bilder zu provokant, die anderen unfeministisch, manche sogar billig. Dabei haben Nacktfotos für die 28-Jährige nichts mit Sex zu tun. Für sie sind sie ein Zeichen von Selbstliebe. Im Podcast erklärt Jule, warum sie die Bilder postet.

Jule
© Jule
Jule zeigt ihren Körper auf Instagram auch um sich selbst gut zu fühlen.

Instagram: Nacktheit bei Gesundheitsthemen und Kunst erlaubt

Lange Zeit waren Nacktbilder auf Instagram komplett verboten. Seit Kurzem sind sie in bestimmten Fällen erlaubt. Etwa, wenn sie mit Gesundheitsthemen zu tun haben oder es sich bei den Fotos um Kunst handelt. Wenn Frauen aber ein Bild von sich nackt im Wohnzimmer oder am Strand posten, werden die vom Netzwerk weiterhin gelöscht. Männernippel hingegen waren für die Plattform noch nie ein Problem.

Laurel Koeniger
© Laurel Koeniger
Laurel postet freizügige Bilder auf Instagram auch, weil er sich gerne zeigt.

Der österreichische Blogger Laurel postet manchmal Bilder auf denen er oberkörperfrei zu sehen ist auf Instagram – weil es seiner Ästhetik entspricht und er sich gerne zeigt, wie er sagt. Für eine Aktion zu LGTBQ+-Rechten im Vereinssport hat er sich schon einmal komplett nackt auf Insta gezeigt. "Es geht dabei vor allem um den Vereinssport, wo man danach vielleicht einfach Duschen geht. Das ist etwas ganz Normales, kann aber für Homosexuelle schwierig sein", erklärt Laurel.

So (viel) nutzen wir Instagram und andere soziale Medien:

  • Rund 90,2 Prozent der Befragten in der Verbrauchs-und Medienanalyse 2021 aus der Generation Z (14-24 Jahre) nutzten im Jahr 2020 mehrmals in der Woche soziale Medien wie Instagram oder Tiktok. In der Generationen Y (25-39 Jahre) waren es 83 Prozent. Von den 40- bis 54-Jährigen (Generation X) nutzten rund 69,1 Prozent Social Media mehrmals wöchentlich.
  • Whatsapp war laut den Datenanylstinnen von Miramas im Juli 2020 die beliebteste App in Deutschland – gemessen an der täglichen Nutzungsdauer: Im Durchschnitt wurde die App im Juli pro Nutzendem täglich rund 36,2 Minuten verwendet. Derweil lag die tägliche durchschnittliche Nutzung von Instagram bei etwa 22,9 Minuten und bei Youtube bei rund 23,1 Minuten.

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  • Ab 21
  • Moderator:  Dominik Schottner
  • Gesprächspartnerin:  Jule, postet regelmäßig Nackt-Selfies auf Instagram
  • Gesprächspartner:  Laurel Koeniger, Blogger, hat sich mit einem Nackfoto auf Instagram für LGBTQ+-Rechte eingesetzt