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Ein nasser Sommer wie in diesem Jahr ist nichts für Bienen. Denn die Insekten können nur fliegen und damit Futter finden, wenn es trocken ist. Anderenfalls wird das ohnehin schon kurze Leben der Bienen ziemlich hart.

Fleißig wie eine Biene – die Redewendung ist ein bisschen abgedroschen, bezogen auf die Tiere stimmt sie aber. Auf der Suche nach Nektar legt eine Honigbiene einige Kilometer pro Tag zurück und das bis ins hohe Alter - was bei einer Biene drei bis vier Wochen meint. Allerdings sind Bienen auch sehr vom Wetter abhängig. Der Regen und die tiefen Temperaturen der letzten Wochen seien für die Insekten von Nachteil gewesen. Dann könnten die Insekten einfach nicht fliegen und müssten sich verstecken, erklärt Melanie von Orlow vom Nabu Berlin.

"Bienen funktionieren erst richtig gut, wenn es trocken ist. Sie sind, wie alle Insekten auf die Solarenergie angewiesen."
Melanie von Orlow, Nabu Berlin

Vor allem Hummeln brauchen Hilfe

Wird das Wetter wieder freundlicher, regeneriert sich die Biene schnell, putzt und trocknet sich, um wieder loszufliegen, so Melanie von Orlow. Voraussetzung dafür sei, dass sie dann noch genug im Honigmagen hat, also genug Power hat, um wieder loszufliegen.

"Man kann Bienen einen Gefallen tun, indem man sie auf dem Balkon aus dem Schatten in ein sonniges Eckchen bugsiert."
Melanie von Orlow, Nabu Berlin

Zuckerwasser als Wegzehrung

Wirklich viel machen, um schwache Bienen zu unterstützen, könne man allerdings nicht, sagt Melanie von Orlow. "Aber wer mag, kann ein bisschen Zuckerwasser anrühren und zureichen." Vor allem könne man so aber Hummeln helfen. "Sie sitzen oft unter Linden, wo sie regelrecht verhungern."

Der Grund dafür sei, dass Hummeln wohl schlechter umlernen als die Honigbienen. Denn die Linde hört irgendwann im Jahr auf, Nektar zu produzieren. Honigbienen würden das verstehen, alte Hummel-Arbeiterinnen suchten aber vergeblich weiter.