Die "Schwimmnudel" Ocean Clean Up soll einen riesigen Müllstrudel aus dem Pazifik rausfischen. Die ersten Tests sehen gut aus.

Im Pazifik schwimmt ein gigantischer Müllstrudel. Die Fläche dieses Great Pacific Garbage Patch ist ungefähr viermal so groß wie Deutschland, er enthält unzählige Tonnen von Müll. Und diesen Müllteppich soll das Projekt Ocean Clean Up des Holländers Boyan Slat aufräumen. Seit wenigen Wochen läuft die Testphase.

Entwickler: Erfolgschance liegt bei 90 Prozent

Im Prinzip ist Ocean Clean Up eine riesige Schwimmnudel im Meer. Jost Dubois, der an dem Plastikfilter mitarbeitet, ist zuversichtlich, dass die Nudel nach ihrer Testphase auch zum Plastikstrudel schwimmen und mit der Arbeit anfangen kann. Die Chance dafür läge bei 90 Prozent. "Die gesamte Konfiguration ist überprüft worden", sagt Jost Dubois. Auch habe es Tests gegeben, um die Genauigkeit beim Einsammeln des Mülls zu verbessern. Bisher lief fast jeder Test erfolgreich.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

1.500 Kilometer ist Ocean Clean Up vom Plastikstrudel entfernt. Ein bis zwei Wochen dauert die Fahrt für die Schwimmnudel, dann kann es losgehen. Spannend ist noch, ob sie auch auf dem offenen Meer ihre Zangenform einnehmen kann, um den Müll so aufzusammeln. Dann sei der Erfolg aber ziemlich nah, so Jost Dubois.

"Auf dem großen, offenen, weiten Meer muss man sehen, ob Ocean Clean Up auch die zangenartige Form um den Plastikmüll herum einnimmt."
Marcus Schuler, ARD-Korrespondent in Los Angeles

Wenn sich der Filter nach und nach vollsammelt, wird er nach ein paar Wochen entleert, erklärt Marcus Schuler, ARD-Korrespondent in Los Angeles. So wurde es auch schon in der Testphase gemacht. Und es gab eine wichtige Entdeckung für Umwelt- und Tierschützer: Es haben sich offenbar keine Fische oder anderen Tiere im Filter eingefangen.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Bis wir aber wirklich wissen, ob Ocean Clean Up den riesigen pazifischen Müllstrudel bekämpfen kann, wird es noch bis Januar nächsten Jahres dauern. Dann wird wieder ein Schiff herausfahren, den Filter checken. Bei Erfolg können weitere Säuberrungsröhren ins Meer geschickt werden - und dann dürfte es circa fünf Jahre dauern, bis die Anlage den Plastikmüll komplett eingefangen hat.

Mehr zu Plastikmüll im Meer: