Guinea Paviane pflegen gerne Männerfreundschaften - fast wie Menschenmänner. Das haben Forscher vom Deutschen Primatenzentrum herausgefunden. Die Männchen sind kooperativ und sozial organisiert.

Das Besondere bei den Guinea-Pavianen: Die soziale Organisation beginnt nicht zwangsweise auf der familiären Ebene. Es gibt auch männliche Guinea-Paviane, die miteinander befreundet sind. Die kleinste Einheit bildet eine sogenannte Party, zu der drei bis vier Männchen gehören. Hinzu kommen deren Weibchen und Jungtiere. Die nächst größere Einheit ist die Gang, die aus zwei bis drei Partys besteht. Ihnen übergeordnet ist nur noch die Community.

Basis für Gesellschaften

Innerhalb der Partys pflegen die Männchen die engsten Beziehungen, pflegen sich gegenseitig das Fell und kuscheln sich eng aneinander. Wenn sie sich begegnen, halten sie bestimmte Grußrituale ab. Auch in den größeren sozialen Einheiten haben die Forscher dieses Verhalten beobachtet. Dagegen zeigen die Pavianmännchen seltener rivalisierendes Verhalten als andere Pavianarten. Und die Stimmung scheint auch auf die Beziehung zu den Weibchen abzufärben, die auch viel entspannter als bei anderen Arten ist.

Für die Forscher bestätigt sich damit, dass Gesellschaften am besten funktionieren, wenn die Teilnehmer untereinander kooperieren. Je weniger Aggression und Konkurrenzkampf herrschen, desto besser entwickeln sich soziale Strukturen.