Zimmerpflanzen gehören inzwischen in jedes perfekt gestylte Instagram-Zimmer. Doch sie können viel mehr als einfach nur schön aussehen. Für viele von uns sind die grünen Wohnungs-Verschönerer auch Seelentröster. In dieser Ab 21-Ausgabe sprechen wir über die Wirkung von Zimmerpflanzen auf unsere Psyche.

Ab 21-Hörerin Eva hat uns auf WhatsApp geschrieben und gefragt, ob wir eine Sendung über Zimmerpflanzen machen können. Denn für Eva sind ihre rund 60 Pflanzen ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben. Sie tauscht mit Freundinnen und Freunden regelmäßig Ableger, liest viel über Pflege und ist ganz vernarrt in ihre Pflanzen.

"Ich feier an Pflanzen, dass ich ihnen dabei zugucken kann, wie es ihnen gut geht."
Ab 21-Hörerin Eva über ihre Pflanzen

Zimmerpflanzen sind ein Instagram-Hype

Sarah ist Autorin, ihr Buch "Aufblühen: Wie Zimmerpflanzen uns helfen, gesund zu bleiben" ist dieses Jahr erschienen. Im Podcast spricht sie über ihr Instagram-Dasein als #crazyplantlady, die Plantflucener-Community und verrät wie viel Geld sie für ihre teuerste Pflanze ausgegeben hat.

"Man denkt immer, Pflanzen zu sammeln wäre ein günstiges Hobby. Das ist aber gar nicht so."
Sarah über ihr teures Hobby

Claudia Menzel ist Umweltpsychologin an der Universität Koblenz und kennt viele Studien, die den positiven Effekt von Zimmerpflanzen auf unsere Psyche bestätigen. Demnach könnten sie bei uns die Stimmung aufhellen. Das liege unter anderem daran, dass beim Blick auf eine Pflanze verschiedene Assoziationen ausgelöst werden, die für ein besseres Wohlbefinden sorgen.

"Die Assoziation etwas Lebendiges bei sich zu haben, die Assoziation die Natur bei sich zu haben."
Claudia Menzel, ist Umweltpsychologin an der Universität Koblenz

Pflanzen-Fakten:

  • Der Hype ist real! Unter dem Hashtag #crazyplantlady finden sich auf Instagram rund 1,4 Millionen Posts, in denen Menschen ihre Zimmerpflanzen zeigen.
  • Eine YouGov-Umfrage bestätigt den Trend. Im März 2020 gaben 74 Prozent der Befragten an, Pflanzen in ihrer Wohnung zu haben. Zwischen den Geschlechtern gibt es dabei übrigens kaum einen Unterschied: Bei den Frauen besitzen 76 Prozent Zimmerpflanzen, bei den Männern sind es 71 Prozent.
  • Unsere Pflanzen sind uns viel Geld wert! Rund 100 Millionen Zimmerpflanzen werden hierzulande jährlich verkauft, insgesamt 1,5 Milliarden Euro gaben die Deutschen im Jahr 2018 laut der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) dafür aus.
  • Die NASA ist an einem großen Irrtum über Pflanzen schuld! Zimmerpflanzen wurde in der Vergangenheit eine enorm positive Auswirkung auf unsere Raumluft zugesprochen. Diese Annahme haben kürzlich zwei Forscher in einer Studie widerlegt. Hinter dem Irrtum steckt eine Studie, die die NASA im Jahr 1989 durchgeführt hat. Das Problem dabei war, dass sich die luftreinigenden Effekte auf geschlossene Räume, wie etwa die Raumstation ISS bezogen, die sehr wenig mit einer Wohnung oder einem Haus zu tun haben. Sobald wir aber lüften, fallen die Wirkung der Zimmerpflanzen deutlich weniger stark ins Gewicht, wie die Forscher nun herausfanden.
  • Zimmerpflanzen sind nicht unbedingt nachhaltig. Gerade hippe Pflanzen wie Monstera oder Calathea sind so exotisch wie ihr Name. Sie haben nicht nur einen miesen CO2-Fußabdruck, sondern werden oft auch unter dem Einsatz von Pestiziden, die hierzulande verboten sind, gezüchtet. Wie wir der Natur beim Pflanzenkauf trotzdem etwas Gutes tun können, haben die Kolleginnen und Kollegen vom "Grünstreifen" hier zusammengestellt.

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Podcast zur Sendung
  • Ab 21
  • Moderatorin:  Shalin Rogall
  • Gesprächspartnerin:  Eva, Ab21-Hörerin
  • Gesprächspartnerin:  Sarah Remsky, Autorin von "Aufblühen: Wie Zimmerpflanzen uns helfen, gesund zu bleiben"
  • Gesprächspartnerin:  Claudia Menzel, Umweltpsychologin Universität Koblenz