Wladimir Putin ist alter und neuer Präsident Russlands. Am Montag (07.05.) wurde er für seine vierte Amtszeit vereidigt. Sie wird bis 2024 dauern.

Putin geht in seine vierte Amtszeit als russischer Präsident. Vor rund 5000 geladenen Gästen legte er im Kreml seinen Amtseid ab - unter ihnen war auch Alt-Kanzler Gerhard Schröder. Putin hatte bei der Wahl am 18. März 76,7 Prozent der Stimmen erhalten - sein bislang bestes Wahlergebnis.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Vassili Golod ist Journalist und hat die Amtseinführung für uns beobachtet. Er sagt: "Putin hat erstaunlich viel von Freiheit gesprochen", doch die Realität in Russland sehe anders aus: Gerade viele junge Russen würden das Land verlassen, da sie für sich keine Perspektive sehen. Putin habe das erkannt und wolle das Land nun zumindest auf wirtschaftlicher Ebene liberaler machen.

"Die freie Meinungsäußerung ist so semi-willkommen in Russland. Und auch wirtschaftlich sieht es in dem Land nicht gut aus."
Vassili Golod, Journalist

Überschattet wurde Putins Amtseinführung von der Gewalt, mit der die russische Polizei am Samstag (05.05.) Kundgebungen von Regierungsgegnern aufgelöst hatte. Landesweit wurden rund 1600 Anhänger des Oppositionellen Alexej Nawalny festgenommen. Die meisten wurden inzwischen wieder freigelassen.

Putin hat viele Fans

Doch trotz aller Proteste: Die Zahl der Putin-Anhänger sei größer als die der Putin-Gegner, so Vassili: "Die meisten Menschen in Russland, mit denen ich gesprochen habe, zeigen sich sehr zufrieden mit seiner Politik." Dabei spiele natürlich die Staats-Propaganda eine Rolle.

"Bei allen Protesten muss man betonen: Der Rückhalt für Putin ist enorm groß."
Vassili Golod, Journalist
Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Seit Januar 2000 steht Putin an der Spitze des größten Lands der Welt - zunächst zwei Amtszeiten lang als Präsident, dann für vier Jahre als Ministerpräsident, bevor er 2012 erneut Präsident wurde.

Russland ohne Putin - für viele undenkbar

Ein konkreter Nachfolger, sagt Vassili, sei bislang nicht in Sicht. Viele Experten würden zwar davon ausgehen, dass Putin bis zu seinem Lebensende an der Macht bleibt. Dafür müsste allerdings die Verfassung geändert werden. "Das ist bislang nur Gerede", meint unser Reporter. Putin selbst habe sich dazu noch nicht konkret geäußert.

Mehr zum Thema:

  • Putins bestes Wahlergebnis | Russland hat gewählt: Wladimir Putin wird auch die nächsten sechs Jahre Präsident sein.
  • Der ewige Putin | Seit fast 20 Jahren bestimmt Wladimir Putin die Politik Russlands.
  • Hauptsache Stabilität | Die jüngeren Russen kennen im Grunde nur einen Präsidenten. Für sie zählt vor allem Stabilität.