Gold, Platin, Eisenerze und Wasser werden auf Asteroiden vermutet. Private Unternehmen in den USA bereiten sich darauf vor, diese Rohstoffe abzubauen. Umstritten ist noch, wem die Ressourcen gehören.

Die US-Firmen Planetary Ressources und Deepspace Industries entwickeln unter Hochdruck Technologien, um im All Rohstoffe abbauen zu können. Kompakte Teleskope, Roboter und kleinere Spaceshuttles werden entworfen. Damit wollen diese Unternehmen Asteroiden im All aufspüren und an diesen andocken, um Rohstoffe abzubauen. Neben Nickel, Gold, Platin und verschiedenen Erzen geht es dabei vor allem auch um Wassergewinnung. Die Unternehmen spekulieren, dass es günstiger ist, das Wasser im All zu gewinnen, als es dort hinzutransportieren.

"Wasser ins Weltall zu bringen, ist richtig teuer. Es kostet die Nasa mehrere Zehntausend Euro, um eine Coladose voll Wasser ins All zu transportieren."
Jan Bösche, Wissenschaftsjournalist

Rund um die Erde gibt es Tausende von Asteroiden, von denen man Rohstoffe abbauen könnte. Wenn man allerdings tiefer ins Weltall vordringt, findet man rund um den Jupiter hinter dem Mars einen ganzen Asteroidengürtel. In seiner Zukunftsvision malt sich ein Wissenschaftler, der für Deepspace Industries arbeitet, aus, dass die vorhandenen Ressourcen ausreichen, um dort künstliche Habitate zu bauen und Kolonien zu gründen. Realistisch gesehen dauert das aber noch Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. In jedem Fall ist auch die Rechtslage noch nicht geklärt.

"In den USA wurde ein Gesetz beschlossen, dass es Unternehmen erlaubt, Bergbau im Weltall zu betreiben. Weltraumrechtsexperten sagen aber, dass es dafür internationale Vereinbarungen geben muss."
Jan Bösche, Wissenschaftsjournalist

Schon 1967 wurden Weltraumvereinbarungen aufgeschrieben. Die sind allerdings mehrdeutig. Es gibt Experten, die interpretieren diese Verträge auch so, dass es verboten sei, Ressourcen im All abzubauen. Die USA haben ein Gesetz erlassen, das es Firmen möglich machen soll, Rohstoffe in Weltraum zu gewinnen. Diese US-amerikanische Neuregelung hat aber international gesehen, kaum Chancen, zu bestehen.